Volkswagen Beetle Dune CabrioletFür Volkswagen ist der neue Beetle Dune eine Art Buggy Reloaded. Eine Reminiszenz an die 1960er und 70er Jahre mit den legendären Dune Buggies. Natürlich ist ein Auto der Neuzeit weit weg von den offenen Kunststoffkarossen, die damals auf dem Chassis eines Käfers montiert wurden. Der Dune ist ein an vielen Stellen aufgewerteter Beetle, der offen und geschlossen angeboten wird. Wir stürzten uns bei den ersten Testfahrten Ende Mai 2016 zwischen Amsterdam und Noordwijk Aan Zee auf ein Sandstorm Yellow Metallic lackiertes Cabriolet. Der wohl absolut coolsten Farbe für den Volkswagen Beetle Dune.Volkswagen Beetle Dune Cabriolet

Form und Funktion

Es sind zwar nur 10 mm mehr an Höhe und die weiter ausgestellten Kotflügel. Dennoch wirkt der Beetle Dune gegenüber dem Rest seine Familie wesentlich bulliger. Ein Hauch von Offroad weht dem Dune um die Nase, betont durch einen großen Lufteinlass mit silbernen Rahmen. Links und rechts daneben zwei mattschwarze Einsätze, die Blinkern und Nebelscheinwerfern ein Zuhause geben.

Seitlich dominieren die in Silber ausgeführten Schweller und die darüber befindlichen Streifen mit dem Schriftzug Dune. Auf dem Kofferraumdeckel thront ein Spoiler, der oben schwarz und unten in Wagenfarbe lackiert ist. Hinten sind die LED-Rückleuchten die Vorboten für sämtliche neuen Beetle, weiter unten wurde ein silberner Diffusor integriert.

Im Interieur setzt sich die Außenfarbe Sandstorm Yellow Metallic nahtlos im Armaturenträger fort. Gleiches gilt für die sogenannten Türbrüstungen, den obersten Teil der Türverkleidung. Weitere Akzente setzt dieser Farbton bei den Ringen der Ziffernblätter, begleitend dazu “Curry” bei den Kontrastnähten auf den Sitzen, dem Lederlenkrad mit Dune-Logo, dem Handbremshebelgriff, der Verkleidung des Schaltknüppels und den Ziernähten an den Fußmatten.

Volkswagen Beetle Dune CabrioletFahrverhalten

Unser Beetle Dune war mit dem 1,4-Liter-TSI mit 110 kW (150 PS) motorisiert. Handgeschaltet mit sechs Gängen werden 250 Nm an Drehmoment in einem Drehzahlband zwischen 1.500 und 3.500 Nm generiert. Knapp 200 km/h schnell, beschleunigt das rund 1,5 Tonnen schwere Cabrio in 9,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Kein Ausbund an brutaler Kraft wie beispielsweise der ebenfalls erhältliche 220 PS starke 2-Liter-TSI, für das lockere Cruisen jedoch ein guter Begleiter.

Normalerweise sind Fahrer solcher Art von Automobilen keine Kilometerfresser, sodass sich ein Diesel nur in den seltensten Fällen wirklich lohnt. Zwei Aggregate stehen dennoch zur Wahl, beides 2-Liter-TDI, entweder mit 81 kW (110 PS) oder 110 kW (150 PS). Wer es noch kleiner mag, dem sei der Hinweis auf den 1,2-Liter-TSI gegeben, der den Beetle Dune mit 77 kW (105 PS) befeuert und als Coupé bei 24.000 Euro startet.

Wir fanden unseren Testwagen ordentlich motorisiert und zudem auch sparsam. Den von Volkswagen angegebenen Werte von innerorts 7,3, außerorts 5,1 und kombiniert 5,9 Litern kamen wir mit einem Durchschnitt von 6,5 Litern auf unseren Testfahrten über Autobahnen, Landstraßen und Ortschaften recht nahe. Das höhergelegte Fahrwerk tut dem Beetle Dune gut. Fahrbahnunebenheiten und die in den Niederlanden an jeder Ecke befindlichen Straßenschweller schluckte der Dune wie nix.

Volkswagen Beetle Dune CabrioletAusstattung

4.500 Euro Aufpreis gegenüber einem regulären Beetle sind schon ein Wort. Nun kommt aber ein großes Aber. Weil Volkswagen dem Beetle Dune so viel an Ausstattung zusätzlich spendiert hat, dass es sogar ein wenig günstiger ist, als würde man einen normalen Beetle auf ein ähnliches Niveau puschen.

Basierend auf der Variante Design inklusive Klimaanlage bringt der Beetle Dune unter anderem die automatische Fahrtlichtsteuerung, Sportsitze mit Lendenwirbelstützen vorne, Sitzheizung vorne, Regensensor, die automatisch abblendenden Innenspiegel, die Einparkhilfe sowie den Berganfahrassistenten mit. Zudem rollt er auf fetten 235ern, die auf 18 Zoll großen Leichtmetallfelgen montiert sind.

Dazu nimmt man sich vielleicht noch Bi-Xenon-Scheinwerfer für 795 Euro, den schlüssellosen Zugang für 485 Euro (Coupé 385 Euro) sowie die Kombination aus dem Radio Compostion Media, dem Navigationssystem Discover Media, DAB+, dem Soundsystem von Fender mit 400 Watt und der Sprachbedienung in der Summe für 1.915 Euro.

Zwingend notwendig ist zudem das Connectivity-Paket mit USB-Schnittstelle und Bluetooth für das Mobiltelefon. Dass Volkswagen dafür extra 175 Euro berechnet, ist absolut unverständlich. Solch Zubehör sollte heutzutage für jedes Fahrzeug im Serienumfang enthalten sein!

Volkswagen Beetle Dune CabrioletFazit

Es ist bei weitem noch nicht das letzte Derivat des Volkswagen Beetle. Im Laufe des Sommers kommt zum Beispiel der „Denim“, der sich an dem Jeans-Käfer orientiert und so einiges an Applikationen mitbringt, die sich an den Klassiker Blue Jeans orientieren. Zudem kommen neue Farben und Felgen auf den Markt. Volkswagen-Sprecher Christian Buhlmann gab zudem bekannt, dass der Beetle bis Ende dieses Jahrzehnts in Mexiko vom Band läuft. Ein gutes Geschäft für die Wolfsburger, die dieses Auto nur auf Bestellung bauen. (ds)

Volkswagen Beetle Dune CabrioletTechnische Daten: Volkswagen Beetle Dune Cabriolet 1.4 TSI BlueMotion Technology

Motor: 4-Zylinder-Benziner
Getriebe: Sechsgang-Schaltung
Hubraum: 1.395 ccm
Leistung in kW/PS bei xy U/min: 110 kW (150 PS)/5.000 – 6.000
Max. Drehmoment: 250 Nm bei 1.500 – 3.500 Umdrehungen pro Minute
Länge/Breite/Höhe: 4.286/1.822/1.562 in mm
Radstand: 2.542 in mm
Leergewicht: 1.486 kg
Zul. Gesamtgewicht: 1.810 kg
Kofferrauminhalt: 225 l
Bereifung: 235/45 R18
Felgen: 8 x 18Leichtmetall
Beschleunigung: 9,2 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 198 km/h
Tankinhalt: 55 l
Kraftstoffverbrauch kombinierter Verkehr: 5,9 l auf 100 km

Preis: 30.875 Euro inkl. MwSt.Volkswagen Beetle Dune Cabriolet Volkswagen Beetle Dune Cabriolet Volkswagen Beetle Dune Cabriolet Volkswagen Beetle Dune Cabriolet

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka wandte sich bereits als 15-jähriger dem Journalismus zu. Für die Nordbayerischen Nachrichten berichtete er über Eishockey und Musik-Events in seiner Heimatstadt Pegnitz.

2000 entdeckte Dietmar Stanka den Journalismus wieder und berichtete bis Anfang 2005 für GSC Research als Wirtschaftsjournalist über Hauptversammlungen und Pressekonferenzen aus dem Raum München.

Zeitgleich verwandelte er seine Hobbys Automobil und Reisen in einen erfüllenden Beruf um. Dietmar Stanka schreibt als freier Journalist Fahrberichte, Themen rund ums Automobil und Reisegeschichten aus aller Welt für verschiedene Medien. Unter anderem für die F.A.Z., den Donaukurier, die PNP, EURO sowie exklusiv für neuwagen.de und weitere Internetportale mit automobilen Hintergrund.

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