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2013 Subaru BRZ Sport – Fanaticar Magazin

Zwei Uhr morgens in Hamburg. Es ist März. Die Straßen sind leer. Der Frühling steht an. Zwei Wochen lang wartete ich darauf ,dass die ersten Sonnenstrahlen den Asphalt zum trocknen bringen. Zwei Wochen lang wurde ich enttäuscht. Stattdessen lacht sich Frau Holle ordentlich eins in Fäustchen und schickt uns noch eine volle Packung Schnee… Ach weißt du was, Frau Holle? Kannste haben! Also ab in die Garage und rein ins Gefährt. Der Subaru BRZ verabschiedet sich eindrucksvoll vom Winter.

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2013 Subaru BRZ Sport – Fanaticar Magazin

Eins schon mal vorweg! Premium verliebte Ledersesselpupser mit übermotorisierten Turboaggregaten, haben in diesem Auto nichts zu suchen. Der Subaru BRZ ist ein kreuzehrliches Gerät, der den Fahrer noch Fahrer sein lässt. Unter der schnittigen Haube sitzt ein tief angesetzter 2 Liter Boxer Motor mit 147 kW/ 200 PS an Maximalleistung. Das maximale Drehmoment von 205 Nm muss hart erarbeitet werden. Erst ab 6.400 Umdrehungen gibt es richtig Zunder auf die Hinterachse. Die knackige Sechsgangschaltung mit kurzen Schaltwegen ist optimal abgestimmt – die Lenkung überaus präzise. Wer sich ernsthaft die Freude am ehrlichen Voranschreiten versauen will kann sich optional eine Sechsgang-Automatik ordern. Pfff!!!

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2013 Subaru BRZ Sport – Fanaticar Magazin

Der Innenraum ist ordentlich verarbeitet. Ein Haptik-Fetischist wird sich hier wohl nicht wohlfühlen, allen anderen sei gesagt: Alles sitzt sauber an seinem Platz, nix knarzt und die Sitze bieten einen bombigen Seitenhalt. Der BRZ bietet sogar eine vollwertige Rückbank- sofern es sich bei den Passagieren um grazile Damen oder Kinder handelt. Dazu bietet der Kofferraum mehr als genug Platz für einen Trip zu zweit. Kreuzehrlich und dennoch voll alltagstauglich! Und das ist alles mit einem Gewicht von nur 1,25 Tonnen. Das gibt es nur noch selten.

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2013 Subaru BRZ Sport – Fanaticar Magazin

Raus aus der Garage, ab in den Schnee. Ich fahre den Subaru BRZ Sport. Das ist Pflicht, denn nur in der Sport Variante kommt ein mechanisches Sperrdifferential zum Einsatz. Die ersten Meter geht es mit aktivierter Elektronik voran. Hart in die Kurve, schnell wieder herausbeschleunigen – das alles mit Schnee im Untergrund. Der BRZ bewahrt einen kühlen Kopf und die Elektronik regelt sauber ab, ohne dabei hektisch zu werden. So muss eine ordentliche Abstimmung aussehen. Für Fans der sportlichen Fortbewegung gibt es noch eine Art Sport Modus den wir heute aber direkt überspringen. Das ESP lässt sich nämlich komplett abschalten! Also wech mit allen Helferlein! Ich will spielen.

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2013 Subaru BRZ Sport – Fanaticar Magazin

Theoretischer weise soll der schwarze Flitzer in 7,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h sprinten. Das sollte auf trockener Fahrbahn wohl genauso möglich sein wie die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 226 km/H. Heute geht es aber nur quer umher. Schnee soweit das Auge reicht. Jede Kurve, je noch so kleine Windung wird genutzt um den BRZ quer fliegen zu lassen. Dabei sorgt das Sperrdifferential selbst unter diesen schwierigen Bedingungen für optimale Traktion. Und gerade heute geht das Konzept des Hochdrehzahlmotors auf. Denn in Zusammenarbeit mit der präzisen Lenkung und der feinfühligen Gasannahme, lässt sich der BRZ feinfühlig wie ein Skalpell dirigieren. Die Gewichtsbalance ist dabei unglaublich ausgewogen. An jedem Scheitelpunkt wird dem Fahrer bewusst – dieser Wagen wurde von Kopf bis Fuß überdacht.

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2013 Subaru BRZ Sport – Fanaticar Magazin

Im Schnitt verbrennt der Subaru BRZ 7,8 Liter auf 100 km. Es ist inzwischen fünf Uhr. Knapp 200 km wurden im Querzustand verbracht. Das süffisante Grinsen will nicht aufhören. Trotzdem wagt der BRZ es nicht die 10 Liter Marke zu überschreiten. Wir fassen zusammen: Ein ehrlicher Sportler, ein alltagstauglicher Reisewagen, ein erstaunlich effizienter Motor und dazu noch ein Preis-Leistungs-Verhältnis, das seines Gleichen sucht. 31.500 Euro kostet der Spaß. Und der ist im BRZ serienmäßig verbaut. Zusammen mit seinen baugleichen Brüdern Toyota GT86 und Scion FR-S rockt der Sportwagen gerade mächtig bei den Kunden ab. Kein Zufall, dass Nissan den 370 mal eben um schlappe 6.000 Euro im Preis gesenkt hat, um mit dem noch Schritt zu halten. Demnächst folgt noch ein ausführlicher Test des BRZ auf trockenem Untergrund. Vielleicht geht es ja sogar auf die Rennstrecke- der BRZ ist für alles offen. Icon Wink in Kurzfahrbericht Subaru BRZ Sport - Letzte Grüße an Frau Holle

Text: Mario-Roman Lambrecht
Fotos: marioroman pictures