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2013 Twizzy Renault Sport F1 – Fanaticar Magazin

Die spinnen, die Franzosen! Den Jungs von Renault war wohl ein wenig langweilig. Also nahm man sich den Lifestyle Strom Flitzer Twizzy zur Hand und kombinierte dies mit – Achtung jetzt kommt es – Formel 1 Technik. Richtig gehört! 13 kW / 18 PS bringt der knapp über 530 Kilogramm schwere Twizzy regulär auf die Straße. Jetzt gibt extra Power via KERS. Damit stehen nochmal satte 60 kW/ 82 PS an.

In Fakten bedeutet das folgendes: Mit KERS System im Heck wiegt die Studie nun knapp über 560 Kilo. Per Knopfdruck wird der Boost Modus aktiviert und lässt den Twizzy in nur sechs Sekunden von 0 auf 100 km/h vorpreschen. Maximal stehen dabei 110 km/h. Leider ist das Vergnügen schon nach 14 Sekunden vorbei. Die Drehzahl des Elektromotors steigt dabei auf bis zu 10.000 U/min.

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2013 Twizzy Renault Sport F1 – Fanaticar Magazin

Warum? Wieso? Weshalb? „Unser Ziel ist es seit jeher, in der Formel 1 Technologien zu entwickeln, die auch in unseren Serienfahrzeugen nützlich sind“, erklärt Jean-Michel Jalinier, Präsident von Renault Sport. „Sicherlich lässt dieses Projekt die Leute lächeln, es enthält aber auch eine ernst zu nehmende Botschaft: Es ist uns gelungen, eine so komplexe Technologie wie das KERS-System in einen völlig anderen Fahrzeugtyp zu integrieren. Dies wurde möglich durch die enge Zusammenarbeit von Renault Sport F1, Renault Sport Technologies und der Direktion der RenaultElektrofahrzeuge“, so Jalinier weiter.

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2013 Twizzy Renault Sport F1 – Fanaticar Magazin

Seine kombinierte Leistung von 73 kW/100 PS erreicht der Twizy Renault Sport F1 exklusiv durch das KERS-System (Kinetic Energy Recovery System). Mit seiner Hilfe wird in der Formel 1 Bewegungsenergie (kinetische Energie), die beim Bremsen üblicherweise in Form von Reibungshitze verpufft, gespeichert und wieder für den Antrieb genutzt. KERS besteht aus drei Bausteinen: einer elektrischen Motor-Generator-Einheit (MGU = Motor Generator Unit), einer eigenen Lithium-Ionen-Batterie, die für schnelle Lade- und Entladezyklen ausgelegt ist, sowie der Steuereinheit KCU (KERS Control Unit).

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2013 Twizzy Renault Sport F1 – Fanaticar Magazin

Der Elektromotor wandelt die kinetische Energie wie ein Generator in Strom um, speichert sie in der Batterie und lässt sie bei Bedarf wieder in den Antriebsstrang fließen. In den Formel 1-Boliden direkt an die Kurbel­welle des V8-Aggregats angeflanscht, gibt er seinen Schub dann unmittelbar an den Antriebsstrang ab. Anders als in der Formel 1 unterstützt KERS im Twizy Renault Sport F1 kein Verbrennungs-, sondern das Elektroaggregat.

Da ein Twizzy trotz Kers natürlich noch nicht mal ansatzweise in den Leistungsregionen eines Formel 1 Flitzers kommt, mussten die Konstrukteure alternative Ideen finden um mehr als nur Power aus der Bremsenergie ziehen zu können. Die Lösung ist ein per Knopfdruck am Lenkrad aktivierbarer Energiegewinnungsmodus, in dem der KERS-Elektromotor ähnlich wie ein Fahrraddynamo die mechanische Energie, die der Antriebsmotor des Twizy beim Fahren produziert, in elektrische Energie umwandelt.

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2013 Twizzy Renault Sport F1 – Fanaticar Magazin

Optisch hat man sich auch hemmungslos am Formel 1 Boliden orientiert. Da dürfen natürlich Elemente wie ein Frontspoiler, Seitenkästen, ein Heckdiffusor mit Regenleuchte und ein mächtiger Heckflügel  nicht fehlen.

Rennatmosphäre herrscht ebenfalls im Cockpit. Das Lenkrad stammt aus der Formel Renault 3.5 und wurde an die Erfordernisse eines Elektrofahrzeugs mitKERS angepasst. Außerdem vergrößerten die Entwickler den Durchmesser des Volants. Mit einem vierstufigen Drehregler kann der Pilot bestimmen, wie viel Energie die MGU in die KERS-Batterie einspeisen soll. Mit einem anderen Drehschalter kann er regeln, wie viel Zusatzenergie freigesetzt werden soll. Hierfür stehen sechs Voreinstellungen zur Verfügung.

Den Energie-Boost aktiviert der Fahrer, indem er gleichzeitig an zwei Schaltwippen am Lenkrad zieht. Um nach außen zu signalisieren, dass KERSaktiviert ist, leuchtet das Regenlicht im Diffusor auf.Dazu gibt es noch technische Spielereien wie Messdatenanzeige, Fahrzeuginformationen, Ladestandanzeige, Wassertemperatur etc. Dazu gibt es noch einen Bordcomputer welcher Auskunft über Beschleunigungswerte, Rundenzeiten und anderen Fahrdaten gibt. Die spinnen, die Franzosen. Weiter so!!!

Fotos: Renault