Land Rover Defender Crew Cab

Land Rover Defender Crew Cab

Der 130er Crew Cab hat es uns angetan. Mit Doppelkabine und beplanter Ladefläche der einzige Pick-up im Programm bei Land Rover. Er ist und bleibt das reine Arbeitstier. Das Nutzfahrzeug für Baustellen, Jäger oder Landwirte. Im Rahmen der Qualifikation zur Land Rover Experience Tour 2017 Peru in der mittelfränkischen Gemeinde Langenaltheim schnappten wir uns den einzigen zur Verfügung stehenden 130er Crew Cab und drehten ein paar Runden im großen Offroadpark.

Land Rover Defender Crew Cab

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Land Rover Experience Tour 2017 Peru – Qualifikation in Langenaltheim

Bevor wir in die Erlebniswelt des Land Rover 130 Crew Cab eintauchen, werfen wir ein Blick auf das Auswahlverfahren für die kommende Land Rover Experience Tour, die 2017 auf den Spuren der Inkas durch Peru führt. Mehr als 3.500 Teilnehmer kämpfen sich durch die Qualifikation. Nur sechs, drei Frauen und drei Männer dürfen tatsächlich mit.

Neun Termine in Deutschland sollen helfen, auszusieben. Hinunter bis auf 60 Teilnehmer, die sich im Frühjahr 2017 im Land Rover Experience Center in Wülfrath bei Düsseldorf noch einmal beweisen müssen. Aber auch das Losglück kann entscheiden. Wer sich bis zum 29. September 2016 auf www.landrover-experience.de/experience-tour-peru-2017-wildcard registriert, hat die Chance auf eine Teilnahme bei der Ausscheidung der letzten 60.

An zwei Tagen in vier Slots nahmen im Offroadpark Langenaltheim 400 Bewerber ihre Chance wahr und durften vielfältige Aufgaben bewältigen. In der Theorie mussten Bögen mit Fragen zu topographischen Karten, zur Orientierung im Gelände oder zur Lösung komplizierter Gleichungen ausgefüllt werden.

In der Praxis  steile Auf- und Abfahrten, Verschränkungspassagen, eine Holzwippe, eine Baumstammbrücke sowie Schräg- und Schlammdurchfahrten. Mittendrin als Ehrengast der Generalkonsul der Republik Peru, Botschafter Ernesto Pinto-Bazurco Rittler. Auch er bewältigte den Hindernislauf mit einem Land Rover Discovery und hatte dabei Riesenspaß.

Land Rover Defender Crew Cab

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Form und Funktion

Er ist und bleibt der Klassiker unter den Geländewagen. Robust, knallhart und stilistisch unübertroffen. Als Crew Cab vereint er unwahrscheinlich viel Platz im Innenraum – fünf Passagiere können mit – sowie eine 172 cm lange Ladefläche. Das Rangieren im Gelände erfordert wegen der schieren Länge von 5,27 Metern ein gutes Augenmaß und reichlich Erfahrung.

Spartanisch wie praktisch die Inneneinrichtung des Crew Cab. Den es nur in der Ausstattungslinie E zu kaufen gibt oder besser gab. Also Basis pur. Aber was braucht es Luxus-Schnickschnack in einem Fahrzeug, das als Arbeitstier erschaffen wurde.

Land Rover Defender Crew Cab

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Fahrverhalten

Hinter dem typischen Gesicht der Defender werkelt weiterhin der 2,2-Liter von Ford mit einer Leistung von 90 kW (122 PS). Fürs Gelände wie geschaffen, ist es auf der Autobahn bei 145 km/h Spitze Schluss. Eine Geschwindigkeit, die man auch bei höheren Leistungswerten nicht wirklich überschreiten würde. Warum auch. Die Konzeption eines Defenders ist in erster Linie auf das Befahren unwegsamen Geländes ausgelegt.

Ängstliche Zeitgenossen sollten sich von einem Defender fernhalten. ABS gibt es zwar schon seit längerem, die Traktionskontrolle ETC auch. Die dynamische Stabilitätskontrolle DSC ist dagegen erst 2014 eingeführt worden. Klar sind auch Airbags vorhanden, das Crashverhalten ist dagegen weit von modernen Autos entfernt.

Das wird aber für den ursprünglich gedachten Einsatzzweck eines Land Rover Defender auch nicht vermisst. Er ist ein zuverlässiger Begleiter auf all den Wegen, die uns auf dieser Erde begegnen können. Sanddünen in der Sahara etwa, vereiste Routen am Polarkreis, die Seidenstraße der Inneren Mongolei oder die Panamerika.

Land Rover Defender Crew Cab

Land Rover Defender Crew Cab

Ausstattung

Pure Schlichtheit innen wie außen. Es sind die technischen Werte, die bei einem Land Rover Defender überzeugen. 500 mm Wattiefe beispielsweise. Das Sechsgang-Schaltgetriebe mit Geländeuntersetzung, die Mittendifferenzialsperre, Schmutzfänger hinten, strapazierfähige Vinylsitze und nur für den Crew Cab: HD-Stahlfelgen mit Continental Cross AT-Bereifung.

Auch wer es hartgesotten mag, eine Klimaanlage sollte auf der Optionsliste schon stehen. 1.690 Euro teuer, langt Land Rover für diese Annehmlichkeit so richtig zu. Sinnvoll mag auch die Radio-CD-Kombination mit Bluetooth für 970 Euro sein. Wer sich öfters mal im hohen Norden bei Eiseskälte aufhalten möchte, dem sei noch das Winterkomfortpaket mit beheizbarer Frontscheibe sowie ebenfalls beheizbaren Vordersitzen für 590 Euro zu empfehlen.

Land Rover Defender Crew Cab

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Fazit

Es könnte schon sein, dass bei dem einen oder anderen Händler noch ein paar Land Rover Defender stehen. Neu versteht sich. Vielleicht gibt es auch noch Defender ohne Zulassung in privatem Besitz. All denen sei mitgeteilt, dass diese bis spätestens zum 31. August 2016 zugelassen werden müssen. Danach ist es zu spät. Zumindest in der EU. Also hurtig auf zur Zulassungsstelle und weiterhin viel Spaß mit dem Urgestein aller Geländewagen.

Technische Daten: Land Rover Defender Crew Cab
 
Motor: Vierzylinder-Diesel
Getriebe: Sechsgang-Schaltung
Hubraum: 2.198 ccm
Leistung in kW/PS bei xy U/min: 90 kW (122 PS)/3.500
Max. Drehmoment: 360 Nm bei 2.000 Umdrehungen pro Minute
Länge/Breite/Höhe: 5.271/1.511/2.000 in mm
Radstand: 3.226 in mm
Leergewicht: 2.028 kg
Zul. Gesamtgewicht: 3.380 kg
Bereifung: 235/85 R 16
Felgen: 6,5 x 16? Stahl
Beschleunigung: 17 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 145 km/h
Tankinhalt: 75 l
Kraftstoffverbrauch Kombinierter Verkehr: 11,1 l auf 100 km
Preis: 36.590 Euro inkl. MwSt.

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka wandte sich bereits als 15-jähriger dem Journalismus zu. Für die Nordbayerischen Nachrichten berichtete er über Eishockey und Musik-Events in seiner Heimatstadt Pegnitz.

2000 entdeckte Dietmar Stanka den Journalismus wieder und berichtete bis Anfang 2005 für GSC Research als Wirtschaftsjournalist über Hauptversammlungen und Pressekonferenzen aus dem Raum München.

Zeitgleich verwandelte er seine Hobbys Automobil und Reisen in einen erfüllenden Beruf um. Dietmar Stanka schreibt als freier Journalist Fahrberichte, Themen rund ums Automobil und Reisegeschichten aus aller Welt für verschiedene Medien. Unter anderem für die F.A.Z., den Donaukurier, die PNP, EURO sowie exklusiv für neuwagen.de und weitere Internetportale mit automobilen Hintergrund.

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