Kia Niro | Fanaticar Magazin

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Der Boom kompakter SUV ist ungebrochen. Diesem Trend setzt Kia nun mit dem Niro ein ganz besonderes Krönchen auf. Mit dem ersten Hybrid in seinem Segment. Komplett neu entwickelt auf einer Basis, die speziell für sogenannte Eco-Fahrzeuge des koreanischen Automobilherstellers gedacht ist. Die Kombination aus einem 1,6-Liter-Benziner und einem Elektromotor erzielt eine Systemleistung von 104 kW (141 PS) und ist neben dem rein elektrisch angetriebenen Soul und dem bald erhältlichen Optima Plug-in-Hybrid einer der Bausteine für die konsequente Reduzierung des CO2-Ausstosses der Koreaner.

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Form und Funktion

Die Nase des Tigers kennzeichnet auch den Kia Niro. Das mittlerweile markante Kühlergrill-Design zieht sich durch sämtliche Baureihen und erhöht den Wiedererkennungseffekt deutlich. Selbstbewusst blickt der etwas mehr als 4,35 m lange SUV oder auch Crossover – der Niro ist ausschließlich mit Frontantrieb verfügbar – in die große weite Welt.

Neben der Tigernase wird die Front durch einen breitgezogenen Stoßfänger und zwei Chromspangen betont. Die Seitenlinie ist Coupé-haft angeschnitten, lässt aber trotzdem genügend Kopffreiheit für den Ein- und Ausstieg bei den hinteren Türen. Weit aufschwingend und steil aufgestellt die Heckklappe, die von LED-Rückstrahlern flankiert wird.

Das Innenleben des Kia Niro gestaltet sich luftig und mit viel Raum auf allen Plätzen. Verantwortlich dafür ist der für diese Klasse sehr lange Radstand von 2,70 m. Gute Werte auch für das Volumen des nahezu eben zugänglichen Kofferraums, das von 427 bis 1.425 Litern reicht.

Auf unserer ersten Testfahrt Mitte Juli 2016, der Verkauf in Deutschland beginnt im September 2016, überzeugten uns die guten Sitze sowie das ergonomische Bedienkonzept des Kia Niro. Selbst die Aussicht nach schräg hinten wird durch die relativ breite C-Säule nur mäßig eingeschränkt. Aber für was gibt es Einparksensoren, die ab der Version Vision hinten und für das Spitzenmodell Spirit auch vorne serienmäßig sind?

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Fahrverhalten

Das natürliche Revier eines Hybrid-Fahrzeugs ist das urbane Umfeld. Deshalb führte uns die erste Teilstrecke vom Hamburger Fischmarkt entlang der Elbe bis in die Speicherstadt. Dichter Verkehr begünstigte die Eigenschaften des Kia Niro durch viele Bremsvorgänge, die entsprechend Rekuperation, also Ladung der Batterie hervorriefen.

Mit der ständig laufenden und im Übrigen für alle Varianten des Kia Niro serienmäßigen Klimaautomatik, zeigte uns der Bordcomputer einen Verbrauch von 4,6 Litern an. Leicht erhöht auf gut 5 Liter absolvierten wir den zweiten Streckenabschnitt, der uns aus der Stadt raus übers Land und ein Stück Autobahn führte.

Ordentliche Werte und nur knapp über der Werksangabe von Kia, die mit 4,4 Litern im Durchschnitt angegeben ist. Auf unserem Testwagen waren zudem die 18-Zöller montiert. Mit den nur 16 Zoll großen Reifen, die zudem rollwiderstandsoptimiert sind, soll der Spritkonsum laut Kia sogar auf 3,8 Liter sinken.

Die Fahrwerksabstimmung des Kia Niro ist den Entwicklern genauso gut gelungen, wie die hohe Effizienz des über 1,5 Tonnen schweren SUV. Ein wesentlicher Aspekt für den hohen Komfort ist der bereits erwähnte lange Radstand.

Die beiden Antriebskomponenten, der 1,6-Liter-GDI mit 77 kW (105 PS) und der 32 kW (43,5 PS) leistende E-Motor sind an ein sechsstufiges Direktschaltgetriebe angeflanscht. Der sogenannte Parallelhybrid stellt im ersten Gang beim Anfahren ein Drehmoment von 265 Nm zur Verfügung und beschleunigt den Kia Niro in 11,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 162 km/h.

Diese Werte zeigen eindeutig die Einsatzgebiete des neuen Kia Niro auf. Er ist natürlich auch für Langstrecken bestens geeignet, dennoch ist er von der Konzeption eher auf das urbane und suburbane Umfeld ausgelegt.

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Ausstattung

Wie bei Kia üblich, ist auch der Niro bereits in der Basisversion Edition 7 für 24.990 Euro löblich ausgestattet. Die bereits erwähnte Zweizonen-Klimaautomatik wird unter anderem durch ein Audiosystem mit sechs Lautsprechern und Bluetooth-Anschluss, elektrisch einstell- und beheizbaren Außenspiegeln, Nebelscheinwerfern, LED-Tagfahrlicht sowie Geschwindigkeitsregelanlage ergänzt.

Mit einem Preis von 27.790 Euro wird der Kia Niro Vision ins Rennen geschickt. Unter anderem mit einem sieben Zoll großen Navigationsbildschirm, Android Auto, Apple CarPlay (ab Ende 2016), Sitzbezügen in Stoff-Leder-Kombination sowie beheizbarem Lenkrad und Dachreling.

Der Spirit für 30.390 rollt serienmäßig auf den turbinenartig geformten 18 Zoll großen Leichtmetallrädern mit 225er Reifen. Das Navigationssystem und weitere Funktionen werden auf einem 8 Zoll großen Touchscreen dargestellt, der Radioempfang mit DAB/DAB+ erweitert und die hinteren Scheiben sind dunkler getönt (Privacy Glas).

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Fazit

Der Kia Niro ist das geeignete Fahrzeug für Zeitgenossen, die sich nie mit dem Design eines Toyota Prius anfreunden konnten, aber immer mit dieser Antriebsart geliebäugelt haben. Dazu erfüllt er die Wünsche der höheren Sitzposition bei gleichzeitig kompakten und Innenstadt-tauglichen Außenmaßen. Wer zudem noch ein Jahr Geduld aufbringen kann, darf sich 2017 über einen Kia Niro Plug-in-Hybrid freuen. (ds)

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Technische Daten: Kia Niro Spirit

Motor: 4-Zylinder-Benziner + Permanentmagnet-Synchronmotor
Getriebe: 6-Stufen-Direktschaltgetriebe
Hubraum: 1.580 ccm
Leistung in kW/PS bei xy U/min: 103,6 kW (141 PS)/5.700 (Gesamtsystem)
Max. Drehmoment: 265 Nm bei 1.000 – 2.400 Umdrehungen pro Minute im 1. Gang
Länge/Breite/Höhe: 4.355/1.805/1.545 in mm
Radstand: 2.700 in mm
Leergewicht: 1.587 kg
Zul. Gesamtgewicht: 1.930 kg
Kofferrauminhalt: 427 – 1.425 l
Bereifung: 225/45 R18
Felgen: 8 x 18? Leichtmetall
Beschleunigung: 11,5 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 162 km/h
Tankinhalt: 45 l
Kraftstoffverbrauch kombinierter Verkehr: 4,4 l auf 100 km
Preis: 30.390 Euro inkl. MwSt.