VW Amarok | Fanaticar MagazinUnendliche Weiten über einem weit gespannten Himmel. Atemberaubende Wolkenformationen in lodernden Farben. Dazwischen eine Tierwelt, die der gemeine Europäer nur aus Filmen oder dem heimischen Zoo kennt. Mittendrin ein Rudel Amaroks, wildgewordene Pickups, nur gezähmt von ein paar Journalisten, die auf Einladung von Volkswagen Nutzfahrzeuge Südafrika, Botswana und Simbabwe auf Entdeckungsreise sind.

Doch halt. Die insgesamt sieben Volkswagen Amarok sind keine Fahrzeuge aus dem Bestand des Unternehmens. Sie gehören alle der in Fulda ansässigen experience GmbH, einer kleinen aber feinen Firma, die unter anderem automobile Events organisiert und Menschen mit Geländefahrzeugen auch mal gerne in die Wüste schickt. Natürlich im positiven Sinne.VW Amarok | Fanaticar Magazin

Neben den beiden Führungsfahrzeugen, eines besetzt von experience-Chef Matthias Göttenauer und seiner Mitarbeiterin Melina Lindenblatt, das andere gefahren von PR-Mann Dirk Baris und als Beifahrer der Hamburger Fotograf Ulli Sonntag. Die weiteren fünf Amaroks, übrigens alle in der starken Diesel-Variante mit 132 kW (180 PS) ausgestattet, hatten bereits jeweils rund 60.000 km auf der Uhr.

Noch dazu durchquerten sie, von Deutschland kommend, im Jahr 2015 bereits einmal den afrikanischen Kontinent von Nord nach Süd und wieder zurück. Nach einer eingehenden Inspektion wurde die Flotte dann in Bremerhaven aufs Schiff gepackt und in Südafrika wieder auf die Räder gestellt.VW Amarok | Fanaticar Magazin

Einzig der Geländewagen-Spezialist Seikel aus der hessischen Gemeinde Freigericht steuerte zum guten Gelingen ein paar Teile für die Amaroks bei. Die Spezialdämpfer mit Ausgleichsbehälter, hinten zur Unterstützung der Blattfedern Doppeldämpfer, die Ladeflächenabdeckung aus Aluminium-Riffelblech mit verschweißtem Leichtmetallrahmen sowie einen Ansaugschnorchel zur Höherlegung der Luftansaugung. Dieser erhöht nicht nur die Wattiefe, sondern war bei unseren Fahrten über extrem staubige Pisten mit einem Zyklon-Vorfilter bestückt.

Los ging es mit unserer Gruppe in Kasane. Einer Kleinstadt im Norden Botswanas am Chobe River. Dieser wiederum ist der Grenzfluß zu Namibia und auch Sambia und Simbabwe sind für afrikanische Verhältnisse gleich ums Eck. Vier Länder, die sich nach langem Ringen endlich zusammengeschlossen haben, um ihre Flora und Fauna zu schützen und einen sanften Tourismus fördern.VW Amarok | Fanaticar Magazin

Von Kasane führte uns der Weg in Richtung Süden die ersten Kilometer über eine geteerte Landstraße in Richtung Süden. Trotz des modifizierten Fahrwerks und der grobstolligen Geländereifen von BF Goodrich benahm sich der Volkswagen Amarok äußerst zivil. Doch die Fahrt auf dem Asphalt hatte bald ein Ende, als das Führungsfahrzeug den Blinker setzte und auf einem schmalen Pfad im Busch verschwand.

Wir aktivierten den Offroad-Schalter neben dem Ganghebel und fuhren der Staubwolke hinterher. Einige hundert Meter später erreichten wir die Hunter Road, die nahezu parallel zur A33 genannten Nord-Süd-Verbindung verläuft. Zudem markiert diese, einem Flussbett ähnliche, Matsch- und Staubpiste den Grenzverlauf zwischen Botswana und Simbabwe.VW Amarok | Fanaticar Magazin

An den Rändern der teilweise komplett verschlammten und mit Wasserlöchern übersäten Hunter Road Elefantenspuren ohne Ende. Dazwischen unglaubliche Mengen der Hinterlassenschaften dieser Dickhäuter. Von den grauen Tieren jedoch keine Spur. Doch plötzlich vor uns eine kleine Herde von Giraffen. Endlich ein paar Wildtiere in den unendlichen Weiten Afrikas.

Gegen Mittag erreichten wir den Grenzübergang Pandamatenga. Nun ja. Matthias bereitete uns schon mal auf eine Wartezeit von mehr als drei Stunden vor. Schließlich mussten die Papiere sämtlicher Fahrzeuge genauestens geprüft werden und zudem in jedem Pass des 14 Personen umfassenden Trosses händisch ein Visum eingeklebt werden. Aber anscheinend geschehen auch in Afrika noch Zeichen und Wunder und wir bewegten uns nach nur etwas mehr als eineinhalb Stunden in Richtung Hwange-Nationalpark.VW Amarok | Fanaticar Magazin

In diesem riesigen, 14.651 Quadratkilometer umfassenden Gebietes bewegten wir unsere Amaroks ausschließlich über Staubpisten und tiefe Wasserfurten. Würden wir schreiben, dass der Pickup von Volkswagen die Strapazen mit Bravour bewältigte, würden wir untertreiben.

Aber lassen wir dazu Melina Lindenblatt zu Wort kommen: „Nach fast 600.000 km die ich mit verschiedenen Amaroks in Südamerika, Asien und Afrika jetzt unterwegs war bin ich mehr denn je von dem Auto überzeugt! Er läuft und läuft und läuft, lässt sich dabei angenehm fahren und der Rücken tut auch nach 3 Wochen über Stock und Stein nicht weh und dazu macht es noch einen Heidenspaß! Für mich ist der Amarok ein sehr zuverlässiges Autos das sowohl auf Asphalt als auch auf losem Untergrund Spaß macht zu fahren und die nötige Sicherheit bietet.“VW Amarok | Fanaticar Magazin

Noch Fragen? Gut, denn genau diese Begeisterung können wir eins zu eins bestätigen. Dass die Amarok-Flotte zudem nicht von Volkswagen Nutzfahrzeuge vorbereitet und neu war, sondern bereits Zigtausende Kilometer extremen Bedingungen unterworfen war, hebt die Achtung noch mehr und zeigt auf ganz besondere Weise die Zuverlässigkeit und hohe Qualität des Pickups von Volkswagen Nutzfahrzeuge. (ds)VW Amarok | Fanaticar Magazin

Technische Daten: Volkswagen Amarok Highline 4MOTION

Motor: 4-Zylinder-Diesel
Getriebe: Achtgang-Automatik
Hubraum: 1.968 ccm
Leistung in kW/PS bei xy U/min: 132 kW (180 PS)/4.000
Max. Drehmoment: 400 Nm bei 1.500 – 2.250 Umdrehungen pro Minute
Länge/Breite/Höhe: 5.254/1.954/1.834 in mm
Radstand: 3.095 in mm
Leergewicht: 1.980 – 2.366kg
Zul. Gesamtgewicht: 2.820 kg
Ladefläche: 2,52 m²
Bereifung: 245/70 R 17 vorne
Felgen: 7 x 17? Leichtmetall
Beschleunigung: 11,0 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 178 km/h
Tankinhalt: 80 l
Kraftstoffverbrauch Kombinierter Verkehr: 7,8 l auf 100 km
Preis: 43.250,55 Euro inkl. MwSt.