Der Porsche Cayenne Electric ist so etwas wie der Moment, in dem man merkt, dass Porsche jetzt endgültig beschlossen hat, die Physik zu ignorieren. Bis zu 1156 PS/ 850 kW und 1500 Nm in einem SUV, das immer noch Platz für die Wochenendtaschen hat. Zwei Komma fünf Sekunden auf Hundert. In einem Cayenne. Ja, richtig gelesen.

Zum Start kommen zwei Modelle. Cayenne Electric und Cayenne Turbo Electric, beide mit Allradantrieb. Das Basismodell liefert 300 kW im Normalbetrieb und 325 kW mit Launch Control, also 408 PS bis 442 PS, dazu 835 Nm. Der Turbo haut im Overboost bis zu 850 kW und 1500 Nm raus. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 260 km/h. 

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2026 Porsche Cayenne Electric
Interieur 2026 Porsche Cayenne Electric

Die neue 113 kWh Batterie ermöglicht bis zu 642 Kilometer WLTP Reichweite im Cayenne Electric und bis zu 623 Kilometer im Turbo. Laden erfolgt über ein 800 Volt System mit bis zu 390 kW, unter Idealbedingungen kurzzeitig bis 400 kW. Zehn Prozent auf achtzig Prozent dauern unter sechzehn Minuten. In zehn Minuten kann Energie für über dreihundert Kilometer nachgeladen werden. Rekuperation bis zu sechshundert kW. Optional gibt es induktives Laden mit bis zu elf kW, wobei andere Hersteller wie Xpeng mit dem G9 und über fünfhundert kW an der Ladesäule den Cayenne gerade mal müde anlächeln.

Innen setzt Porsche auf das volle Hightech Programm. Ein gebogenes OLED Flow Display in der Mittelkonsole, ein 14,25 Zoll Kombiinstrument und ein optionales 14,9 Zoll Beifahrerdisplay. Radstand 3023 Millimeter, Kofferraumvolumen bis 1588 Liter im Heck und ein Frunk mit 90 Litern vorn. Dazu kommt ein Panorama-Schiebedach mit Sunshine Control, Flächenheizung und Ambientebeleuchtung mit Kommunikationslicht. Der cW Wert liegt bei 0,25.

2026 Porsche Cayenne Electric
Heckansicht 2026 Porsche Cayenne Electric

Damit Traditionalisten die Nerven nicht verlieren, bleibt der klassische Cayenne mit Verbrenner weiter im Programm. Allerdings nicht auf der neuen Plattform. Porsche möchte vermeiden, dass Kunden verunsichert reagieren wie beim Macan. Man hätte das Thema eleganter lösen können, zum Beispiel wie BMW, die einfach alle Antriebe auf einer Plattform entwickeln. Das hat Porsche leider zu spät bemerkt und wird auch beim kommenden Boxster /Cayman interessant werden. Die sind bis dato auch nur rein elektrisch angekündigt worden. Doch erste Gerüchte lassen auch hier wieder auf echten Motorsound hoffen.  

Kurz gesagt. Porsche baut den stärksten Serien Porsche und lässt gleichzeitig den alten Cayenne weiterlaufen, um niemanden zu verschrecken. Am Ende bleibt spannend, wie die Kunden entscheiden.

Fanaticar Magazin | Fotos: Porsche