Foto: Dietmar Stanka

Ein Fahrbericht von Dietmar Stanka

Seit 9 Jahren ist Mitsubishi mit dem Outlander auf dem Markt. Anfang Oktober steht die dritte Generation in den Startlöchern. Weg vom polarisierenden Design mit dem für viele wohl allzu mächtigen Kühlergrill, der an einen Kampfjet erinnern soll. Dafür hin zu einem elegant wirkenden verchromten Band mit den drei Diamanten des Markensignets in der Mitte. Was neben anderen Feinarbeiten zu einer wesentlichen Verbesserung der Aerodynamik geführt hat. Der cw-Wert beträgt 0,33 und ist im Segment der SUV durchaus positiv zu bewerten.

Form und Funktion

Auch wenn der neue Outlander an seinen Vorgänger erinnert, ist er laut Mitsubishi tatsächlich ein neu entwickeltes Automobil. Gepaart mit all den nützlichen Eigenschaften, die den Japaner auch bisher auszeichneten. Zum Beispiel die Option der dritten Sitzreihe oder die 1,69 m lange und komplett ebene Ladefläche. Ebenso sind die Grundmaße fast identisch, die Fahrzeuglänge beträgt 4,66m und der Radstand verspricht mit 2,76 einen ordentlichen Fahrkomfort.

Neben der Verbesserung der Aerodynamik ist es den Ingenieuren gelungen, das Fahrzeuggewicht um bis zu 100 kg zu reduzieren. Das ermöglicht bei faktisch identischen Fahrleistungen den Einsatz von Motoren, die auf dem Papier weniger Leistung haben, im praktischen Betrieb den Outlander jedoch genauso agil machen und dazu wesentlich weniger konsumieren.

Foto: Dietmar Stanka

Zwei Triebwerke stehen zur Wahl, ein 2-Liter-Benziner mit 110 kW (150 PS) und ein gleichstarker 2,2-Liter-Diesel, der nach Angaben von Mitsubishi mit einem Anteil von 80 Prozent den Löwenanteil der Verkäufe stemmen wird. Daher haben wir uns bei den ersten Testfahrten in der Nähe von Mainz Mitte September gleich dem Selbstzünder zugewandt.

Kurz trotz aller Diesel-Euphorie zum Benziner, der als rein auf der Vorderachse angetriebener 2WD in der Basisausstattung Inform 24.490 Euro kostet. Der günstigste Diesel beginnt, ebenfalls als 2WD, aber schon mit der nächsthöheren Ausstattung namens Invite bei 30.690 Euro. Als 4WD kostet dieses Modell 32.690 Euro, eine Stufe weiter als Intense 36.190 Euro und das Spitzenmodell Instyle liegt bei 39.890 Euro.

Ausstattung und Komfort

Bereits in der Basis war Mitsubishi bei der Auswahl von vernünftigen Zutaten nicht knauserig. Sieben Airbags sorgen zusammen mit ABS, einer elektronischen Stabilitätskontrolle MASC, der Traktionskontrolle MATC und einer Berganfahrhilfe für die Sicherheit. Regen- und Lichtsensor sowie eine Radio-CD-/MP3-Kombination inkl. USB sind ebenfalls an Bord, genau wie Nebelscheinwerfer, eine Dachreling und eine Zweizonen-Klimaautomatik.

Foto: Dietmar Stanka

In den beiden teureren Varianten Intense und Instyle leuchten Xenon-Scheinwerfer die Straße aus. Diese sind mit einem besonderen Reflektor ausgestattet und heißen dementsprechend „Wide Vision“, weil sie eine bessere Leuchtkraft als herkömmliche Xenon-Lichter besitzen. Im Instyle ebenfalls serienmäßig verbaut, das Mitsubishi Multi Communication System (MMCS), oder einfach ausgedrückt ein Navigationssystem auf Basis von SD-Karten.

Sind beim Invite 16-Zöller aus Leichtmetall montiert, sind dies beim Intense und Instyle 18 Zoll große Felgen. Zudem sind die serienmäßigen Parksensoren hinten durch eine Rückfahrkamera ersetzt. Der Zugang zum Outlander ist in diesen höherwertigen Versionen schlüssellos und der Start erfolgt per Knopfdruck.

Die dritte Sitzreihe ist ebenfalls nur diesen Varianten vorbehalten, gleichwohl das Rockford Fosgate Premium Audio-System. Auf Leder dürfen sich die Passagiere des Instyle räkeln, die Farben Schwarz und beige stehen zur Wahl. Angenehm, grade bei einem verschmutzten Fahrzeug, ist die elektrisch öffnende und schließende Heckklappe.

Foto: Dietmar Stanka

Fazit

Mit dem Outlander kann die mittlerweile in Rüsselsheim ansässige Mitsubishi Deutschland GmbH ein vernünftig konfiguriertes Fahrzeug mit überzeugenden Verbrauchswerten positionieren. Bei dem frontangetriebenen Diesel sind dies zum Beispiel nur 4,8 Liter im Mix, die Allradler liegen im Schnitt bei 5,3 bzw. 5,4 Liter. Die ersten Runden mit dem Outlander im Rheingau waren durchaus befriedigend. Der Selbstzünder hat genügend Kraft, ist allerdings immer mit den typischen Dieselgeräuschen präsent. Eine Sechsgang-Automatik folgt im Herbst, wer es also bequemer mag, muss sich noch etwas gedulden und 1.800 Euro mehr ausgeben. (ds)

 

Technische Daten: Mitsubishi Outlander 2,2 DI-D 4WD Intense

Motor: 4-Zylinder-Benziner

Getriebe: Sechsgang-Schaltung

Hubraum: 2.268 ccm

Leistung in kW/PS bei xy U/min: 110 kW (150 PS)/3.500

Max. Drehmoment: 380 Nm bei 1.750 – 2.500 Umdrehungen pro Minute

Länge/Breite/Höhe: 4.655/1.800/1.680 in mm

Radstand: 2.670 in mm

Leergewicht: 1.665 kg

Zul. Gesamtgewicht: 2.260 kg

Kofferrauminhalt: 550 – 1.625 l

Bereifung: 225/55 ZR 18

Felgen: 7 x 18? Leichtmetall

Beschleunigung: 10,2 Sekunden

Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h

Tankinhalt: 60 l

Kraftstoffverbrauch Kombinierter Verkehr: 5,4 l auf 100 km

Preis: 36.190 Euro inkl. MwSt.

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