Volkswagen T6 | Fanaticar MagazinDramatische Veränderungen im Design seiner Fahrzeuge versucht der Volkswagen Konzern vehement zu vermeiden. Das gilt für die Pkw- und die Nutzfahrzeugsparte. So auch für den nagelneuen Bulli. Dem Bus von Volkswagen oder nun auch T6 genannt. Ende Juni begaben wir uns nach Stockholm, um den neuesten Spross der Nutzis zu fahren. Von außen weiterhin unverkennbar, im Inneren weiterhin so perfekt praktisch, aber in wesentlichen Faktoren verbessert.Volkswagen T6 | Fanaticar MagazinForm und Funktion

Wenn schon T6, dann richtig. Genau aus diesem Grunde haben wir uns nicht die Vielzahl von Derivaten über Transporter, Caravelle bis Multivan vorgenommen. Sondern das zur Markteinführung erhältliche Sondermodell Generation Six. Genau genommen ist dieser VW Bus ein Multivan mit vielen Features, die ihn zwischen Comfort Line und Highline eingruppieren. Dazu ist die Generation Six in vier Bi-Color-Varianten für einen Aufpreis von 2.142 Euro bestellbar.

Als Erinnerung an den wohlbekannten Samba in rot-weiß. Oder auch in blau-silber, grün-weiß und grau-weiß. Wir haben uns den grün-weißen geschnappt, gerade weil der rot-weiße überall zu sehen ist. Cool anzusehen sind auch die dazu passenden Felgen, die, man ahnt es kaum, ebenfalls an die Frühzeiten des Bulli erinnern. Die 18 Zoll großen Leichtmetallfelgen namens Disc spiegeln die verchromten Radkappen damaliger Zeiten wieder und sind einfach nur hübsch anzusehen. Leider müssen dafür zusätzlich 644,40 Euro berappt werden.

Klar und aufgeräumt wie bei Volkswagen gewohnt, ist der Armaturenträger gestaltet. Die ergonomische Bedienbarkeit ist nahezu unschlagbar und die verwendeten Materialien wertiger als im Vorgänger. In der im Gegensatz zum reinen Nutzfahrzeug-Bulli breiter ausfallenden Mittelkonsole sind zwei integrierte Cupholder, ein Multimediafach inklusive der optionalen Mobiltelefon-Schnittstelle sowie ein Flaschenhalter, der wie das Handschuhfach über die Klimaanlage gekühlt werden kann.Volkswagen T6 | Fanaticar Magazin

Fahrverhalten

Das Siebengang-DSG sollte es schon sein. Dazu ein kräftiger Diesel. Mindestens 110 kW (150 PS) oder besser noch 150 kW (204 PS) stark. Den beiden 2-Liter großen Selbstzündern stehen zwei gleichstarke Benziner gegenüber. Konsequenterweise sind diese Triebwerke mit Start-Stopp-Automatik versehen. Dennoch wird eine über 200 km/h schnelle Schrankwand kein Spritsparer sein. Aber halt. Im tagtäglichen Gebrauch sind die Autobahnen eh selten leer und Geschwindigkeitsbegrenzungen gibt es nicht nur in Schweden.

So haben wir bei unseren Testfahrten rund um Stockholm zwischen 5,5 und 7 Litern auf 100 km durch die Einspritzdüsen gejagt. Wie wir finden, ein mehr als akzeptabler Verbrauch für den stärksten 2-Liter-TDI. Mit an Bord, das eh schon gut abgestimmte Fahrwerk weiter verbessernde DCC. Die adaptive Fahrwerksregelung kann komfortabel, normal oder sportlich abgestimmt werden und ist bei der Generation Six serienmäßig.

Jammern heute viele Zeitgenossen über die immer schmaler werdenden Scheiben, manchmal auch Schießscharten genannt, glänzt der T6 mit riesigen Glasflächen, die perfekte Aussichten erlauben.Volkswagen T6 | Fanaticar Magazin

Ausstattung

Die Generation Six hat es in sich. Farben und Felgen haben wir bereits erwähnt. Aufbauend auf die Ausstattungslinie Comfortline verfügt dieses Modell über verdunkelte Scheiben im hinteren Bereich. Die Fahrbahn wird mit LED-Hauptscheinwerfern ausgeleuchtet, die zudem eine extravagante Lichtsignatur tragen. Die Rückleuchten sind ebenfalls mit LED bestückt und die Nebelscheinwerfer verfügen über das Abbiegelicht.

Auf der Seite der elektronischen Assistenzsysteme sind unter anderem die Parksensoren vorne und hinten, die Geschwindigkeitsregelanlage mit ACC sowie der Totwinkel-Warner Side-Assist und anklappbare Außenspiegel zu erwähnen. Die Sitzheizung vorne für die im gesamten Fahrzeug mit Alcantara bezogene Bestuhlung sowie die Zweizonen-Klimaautomatik Climatronic darf natürlich ebenso wenig fehlen, wie die Radioanlage Composition Media.Volkswagen T6 | Fanaticar Magazin

Vielfalt

Neben dem Generation Six ist die Auswahl an Bullis immens hoch. Mehr als 500 Versionen sind möglich, die größte Auswahl besteht bei den Transportern. Zwei unterschiedliche Radstände, Hochdach, Pritsche, Fahrgestelle, Doppelkabine und und und … Auch der California ist wieder im Anmarsch, der Klassiker unter den Allroundern des VW Busses. Dieser erlebt seine Premiere aber erst Ende August auf dem Caravan Salon in Düsseldorf.Volkswagen T6 | Fanaticar Magazin

Fazit

Die Funktionalität des T6 ist ungebrochen auf hohem Niveau. Auch wenn er dem T5 so ähnlich sieht, dass ein zweiter Blick vonnöten ist, wurde der T6 von Grund auf neu gestaltet. Das gilt für das Interieur genauso wie die kleinen kosmetischen Veränderungen der Außenhaut. Zudem für die EU-6-Motorenpalette, Fahrwerk sowie die vielen Helferlein und die neuen Konnektivitätssysteme. Also viel neu und doch auch wieder alt bekannt. Somit bleibt auch dieser VW Bus eine verlässliche Größe und wird sich auch weiterhin großer Beliebtheit erfreuen. (ds)Volkswagen T6 | Fanaticar Magazin

Technische Daten: Volkswagen Multivan „Generation Six“ – TDI SCR BlueMotion Technology

Motor: 4-Zylinder-Diesel
Getriebe: 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG)
Hubraum: 1.968 ccm
Leistung in kW/PS bei xy U/min: 150 kW (204 PS)/3.500
Max. Drehmoment: 450 Nm bei 1.400 – 2.400 Umdrehungen pro Minute
Länge/Breite/Höhe: 4.904/1.904/2.200 in mm
Radstand: 3.000 in mm
Leergewicht: 2.347 kg
Zul. Gesamtgewicht: 3.080 kg
Fahrgast-/Gepäckraum: bis 5.800 l
Bereifung: 235/55 R 17
Felgen: 7 x 17? Leichtmetall
Beschleunigung: 9,8 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 203 km/h
Tankinhalt: 80 l
Kraftstoffverbrauch kombinierter Verkehr: 6,3 l auf 100 km
Preis: 55.484,77 Euro inkl. MwSt.Volkswagen T6 | Fanaticar Magazin Volkswagen T6 | Fanaticar Magazin Volkswagen T6 | Fanaticar Magazin Volkswagen T6 | Fanaticar Magazin Volkswagen T6 | Fanaticar Magazin Volkswagen T6 | Fanaticar Magazin Volkswagen T6 | Fanaticar Magazin Volkswagen T6 | Fanaticar Magazin Volkswagen T6 | Fanaticar Magazin Volkswagen T6 | Fanaticar Magazin