Nissan steht weiterhin unter Druck. Dennoch deuten aktuelle Verkaufszahlen aus den USA darauf hin, dass sich der Hersteller in einem wichtigen Kernmarkt stabilisiert und erste Erholungstendenzen zeigt.
Im ersten Quartal 2026 verkaufte die Nissan Group in den USA 247.068 Fahrzeuge. Das entspricht zwar einem Rückgang von 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, gleichzeitig stiegen jedoch die Retail-Verkäufe um 9,6 Prozent. Trotz eines rückläufigen Gesamtmarktes konnte Nissan Marktanteile gewinnen und bezeichnet sich als am schnellsten wachsender Volumenhersteller im US-Markt.
Getrieben wird die Entwicklung vor allem von SUVs und Pick-ups. Modelle wie Frontier, Pathfinder, Armada, Kicks und Rogue legten im ersten Quartal deutlich zu. Der Frontier wuchs um 47,9 Prozent, der Pathfinder um 45,2 Prozent. Gleichzeitig zeigt sich eine klare Verschiebung im Portfolio: Während klassische Pkw deutlich verlieren, steigen die Truck- und SUV-Verkäufe um 14,4 Prozent.
Auch die Premium-Marke Infiniti sendet positive Signale. Der QX60 legte um 64 Prozent zu und wurde zum Volumenmodell. Insgesamt zeigen die Zahlen, dass Nissan in den USA wieder an Dynamik gewinnt. Ob daraus eine nachhaltige Erholung entsteht, dürfte davon abhängen, ob sich dieser Trend auch in anderen Märkten fortsetzt.
Fanaticar Magazin | Fotos: MarioRoman Pictures


