Der Porsche 911 S/T Sonderwunsch als Hommage an die Camel GT Challenge. Und diesmal geht es nicht primär um Leistung, sondern um Geschichte, Handarbeit und ziemlich viel Charakter.
Porsche hat über das Sonderwunsch-Programm ein Einzelstück geschaffen, das sich an einem 911 S/T von 1972 orientiert. Der historische Elfer absolvierte zwischen 1973 und 1978 insgesamt 27 Einsätze in der Camel GT Challenge auf Strecken wie Sebring, Daytona und Indianapolis. Nach einem Unfall 1978 verschwand er zunächst von der Bildfläche, tauchte später restauriert in einer Schweizer Sammlung wieder auf und wurde dort zur Inspirationsquelle für die Neuinterpretation.

Statt einer exakten Kopie setzte Porsche Sonderwunsch bewusst auf eine künstlerische Umsetzung. Phoenixrot dominiert die Karosserie, während Signalgelb nur noch an ausgewählten Stellen auftaucht. Designer Grant Larson entwickelte ein handaufgetragenes Farbdesign ohne klassische Sponsorengrafiken. Die Rennhistorie findet sich trotzdem in Details wieder. Bestickte Kopfstützen, individuelle Zierleisten, spezielle Einstiegsleisten und ein Türprojektor mit dem historischen Kamel greifen die Vergangenheit auf, ohne sie direkt zu reproduzieren.
Selbst die asymmetrische Radgestaltung des Originals wurde übernommen. An der Hinterachse kommen Aero-Discs aus dem Manthey-Programm zum Einsatz, allerdings nur für den Stand, da sie nicht homologiert sind. Auf der Straße fährt der 911 S/T ohne diese Elemente. Das Ergebnis ist kein nostalgischer Rückblick, sondern ein Einzelstück mit klarer Haltung. Weniger Retro, mehr Persönlichkeit und genau die Art von Detailverliebtheit, für die das Porsche Sonderwunsch-Programm stehen soll.















Fanaticar Magazin | Fotos: Porsche



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