Das Thema E-Mobilität lässt keinen Hersteller mehr kalt. Wo man früher Autos vom Format eines hybriden Toyota Prius nicht mehr über hatte ein müdes Lächeln hat sich nicht zuletzt durch teils brutale Auflagen und Menschen wie Tesla-Gründer Elon Musk ein echter Hype zum reinen E-Antrieb entwickelt. Was irgendwie absurd ist denn eigentlich sind wir in einer Gesellschaft aufgewachsen wo einem das Strom sparen immer gepredigt wurde. Sei es drum- Honda hat mit dem E nun auch einen urbanen Mini-Flitzer im Angebot der extrem spaßversprechend zu sein scheint.

Der Honda E wird schon in diesem Jahr in Produktion gehen und das charmante Design mit Retro Ausblick auf den Ur-Civic wird quasi 1 zu 1 übernommen. Versenkbare Türgriffe im Stil des Range Rover Velar und ein hinten nach oben abknickende Schulterlinie erwecken auf den ersten Blick den Eindruck eines Dreitürers obwohl der E gleich vier parat stellt. Eine mächtige “Lufthutze” auf der Motorhaube hat tatsächlich nicht den Zweck zu beatmen sondern Strom zu verinnerlichen. Klappt man diese nämlich auf kommt der Anschluss zum Vorschein der sich im Idealfall in gerade mal 30 Minuten bis zu 80 % Batterieleistung aus dem Netz saugt.

Steht der im Unterboden integrierte Akku auf 100 % soll eine Reichweite bis zu 200 Kilometer möglich sein. Wie realistisch dieser Wert ist wird man dann in Zukunft sehen. Die erzeugte Energie wird direkt auf den E-Motor im Heck transferiert der wiederum über 100 Pferde und ein sofort anstehendes Drehmoment von über 300 Nm auf die Hinterachse transferiert. Ja richtig gehört, der Honda E darf erstmals seit dem legendären S2000 mit dem Heck wedeln. Zwar schleppt der Honda E bis zu 1,5 Tonnen mit sich rum aber dem niedrigen Schwerpunkt und dem Know-How der sportaffinen Japaner sei Dank dürfte hier dennoch ein gewisses Maß an Fahrspaß entstehen.

Auch im Innenraum hat man sich gedanklich beim Ur-Civic niedergelassen und hat dies mit einer Armada an Monitoren ergänzt die sich über das gesamte Cockpit strecken. Dazu gibt es eine Vielfalt von Steckern vom USB-Stick über HDMI bis zur Haushaltsteckdose um eventuell auch die Xbox mal spazieren zu führen. Links und rechts kommen ebenfalls zwei lichtstarke Monitore zum Einsatz die die durch Kameras ausgetauschten Seitenspiegel ersetzen. Auch der Rückspiegel ist bei Bedarf digital. Die Sitze wirken urbantauglich und wurde mit Stoffen aus der Möbelindustrie bezogen um ein besonderes Feeling zu repräsentieren. Der Preis des 2020 erscheinenden Japanflitzer ist leider noch nicht bekannt aber spätestens zur IAA werden wir wohl auch das in Erfahrung bringen.

Fotos: MarioRoman Pictures