Jaguar F-Type R AWD - Fanaticar MagazinDer Jaguar F-Type ist ein schon ohnehin ein echter Hingucker (siehe Fahrbericht) , doch bisher war das Modelportfolio eher mager ausgefallen. Seit heute hat sich das radikal geändert. Die Modellpalette des Jaguar F-Type wurde von sechs auf nunmehr 14 Varianten ausgeweitet. Dabei kommen sowohl die Freunde des optimalen Traktionskomforts als auch Fans der alten Gangart voll auf Ihre Kosten. Und das dürfte besonders den Porsche-Jungs aus Stuttgart mächtig missfallen.

Wer sich für einen Jaguar F-Type S oder höher entscheidet hat künftig die Wahl zwischen regulären Hinterradantrieb oder Allrad. Es arbeitet nach dem „torque-on-demand”-Prinzip (zu Deutsch: Drehmoment nach Bedarf). Soll heißen, regulär werden auf trockener Fahrbahn bis zu 100 % auf die Hinterachse geschickt um die Dynamik zu gewährleisten. Kommt der F-Type jedoch in eine Situation die nach mehr Traktion verlangt, leitet die elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung blitzschnell bis zu 50 % der Antriebskraft auf die Vorderachse. Das funktioniert sowohl auf der Geraden als auch in der schnell gefahrenen Kurve. Somit ist der F-Type fortan offiziell alljahrestauglich.

Wer die Topvariante F-Type R AWD bestellt bekommt neben herrlichen V8 Gebrüll auch noch mächtig viel Kraft geboten. Satte 550 PS toben sich auf allen vier Rädern aus und beschleunigen den Briten in nur 4,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Erst bei 300 km/h setzt der elektronische Begrenzer ein. Zu erkennen sind die AWD Modelle an den stärker akzentuierten Power-Dom, dessen beidseitigen Lüftungsschlitze stärker auseinander und weiter vom Richtung Front angeordnet sind als bei den regulären Hinterradantriebsmodellen. Der Jaguar F-Type R ersetzt zudem den V8 S mit 495 PS.Jaguar F-Type R AWD - Fanaticar Magazin

Doch Jaguar hat nicht nur an die sicherheits- und performancebewussten Kunden gedacht sondern auch an die Puristen. Jaguar hatte durchaus Verständnis mit dem Kundenklientel, für die ein echter Sportwagen nach wie vor nur mit einer Handschaltung bedient werden muss. Um dem Wunsch nachzukommen entwickelte ein Expertenteam ein extra auf den Sechszylinder-Kompressor zugeschnittenes 6-Gang-Schaltgetriebe mit Schaltwegen von lediglich 45 Milimetern und optimal für die „Spitze-Hacke“-Technik angeordnete Pedalen.

Jaguar hat sich mit dem F-Type sowohl den Markt angeschaut und ist auf Kundenwünsche eingegangen. Das zeugt von viel Reife, in Zeiten, wo dem Kunden bestimmte Privilegien einfach verwehrt werden. Das beste Beispiel wäre da wohl Porsche mit dem aktuellen GT3, der trotz vieler Proteste nach wie vor nur mit einem DSG-Schaltgetriebe erhältlich ist. Übrigens wäre eine GT3 Variante auf Basis des V6 auch eine verdammt knackige Überlegung.

Wer sich den neuen F-Type schon ganz dick auf dem Weihnachtswunschzettel angekreuzt hat, kann den Weihnachtsmann ja schon mal auf die Preise aufmerksam machen:

Die Preise der neuen F-TYPE-Varianten :

– F-TYPE S AWD Coupé: 85.500 Euro
– F-TYPE S AWD Cabriolet: 92.500 Euro
– F-TYPE R AWD Coupé: 112.800 Euro
– F-TYPE R AWD Cabriolet: 119.800 Euro
– F-TYPE Coupé (Schaltgetriebe): 65.000 Euro
– F-TYPE Cabriolet (Schaltgetriebe): 72.000 Euro
– F-TYPE S Coupé (Schaltgetriebe): 77.000 Euro
– F-TYPE S Cabriolet (Schaltgetriebe): 84.000 Euro