Nach fast zwei Jahrzehnten verabschiedet sich der legendäre Nissan GT-R R35 von der automobilen Bühne. Im Werk Tochigi lief das letzte Exemplar vom Band – eine T-Spec-Version in Midnight Purple. Seit 2007 wurden rund 48.000 Fahrzeuge gefertigt, jeder einzelne Motor von Takumi-Meistern in Yokohama von Hand gebaut.

Der Nissan GT-R R35 begann seine Karriere mit 480 PS und steigerte sich bis auf 600 PS in der Nismo-Version. Ein Auto, das nicht in Modellgenerationen, sondern in Jahrgangsverbesserungen lebte: mal mehr Leistung, mal mehr Komfort, mal ein noch schärferes Fahrwerk. Immer getrieben von dem Anspruch, Supersportwagen zum halben Preis herauszufordern – und oft genug zu schlagen.

Anzeige:
Nissan GT-R R35 - Finale Produktion | Fanaticar Magazin

Seine Motorsportbilanz ist ebenso eindrucksvoll: Erfolge in der SUPER GT, Siege bei 12- und 24-Stunden-Rennen sowie der Guinness-Weltrekord für den schnellsten Drift mit fast 305 km/h. Auf der Nordschleife unterbot der R35 mehrfach die 7:30-Marke, die Nismo-Version fuhr sogar 7:08,679 Minuten.

Mit all dem im Gepäck endet nun die Produktion. Nissan betont jedoch, dass der Nissan GT-R nicht Geschichte ist. Vielmehr soll das Kultmodell in neuer Form zurückkehren. Das Erbe des R35 wird dann als Basis für ein Comeback dienen – mit noch höheren Ansprüchen.

Nissan GT-R R35 - Finale Produktion | Fanaticar Magazin

Der Abschied vom R35 ist also eher eine Pause. Für Fans bedeutet das: warten auf das nächste Kapitel einer Ikone, die Supersportwagen stets ein Dorn im Auge waren – und es wohl auch künftig bleiben soll.

2014 Nissan GT-R by MarioRoman Pictures

Fanaticar Magazin | Fotos: Nissan / MarioRoman Pictures