Opel arbeitet an einem neuen vollelektrischen SUV für das C?Segment. Entwickelt werden soll das Modell gemeinsam mit Leapmotor, produziert werden soll es ab 2028 im spanischen Werk Saragossa.
Mit dem Projekt versucht Opel offensichtlich, bei der Elektromobilität wieder stärker Anschluss zu finden. Die aktuellen Modelle wie Mokka Electric, Frontera Electric oder Grandland Electric gelten zwar als effizient, technisch wirken sie im Vergleich zu vielen neuen Wettbewerbern aus China jedoch zunehmend konservativ. Genau hier könnte die Zusammenarbeit mit Leapmotor interessant werden. Gut möglich, dass das neue SUV auf Technik basiert, die bereits beim Leapmotor C10 eingesetzt wird. Dort kommen unter anderem moderne 800-Volt-Systeme zum Einsatz, die bei Ladeleistung und Effizienz inzwischen als wichtiger Wettbewerbsfaktor gelten. Allerdings beträgt hier die Ladeleistung derzeit auch nur maximal 180 kW, was sehr ungewöhnlich ist.
Opel selbst spricht davon, dass zentrale Komponenten der elektrischen Architektur und Batterietechnologie von Leapmotor genutzt werden sollen. Gleichzeitig sollen typische Opel-Eigenschaften wie Fahrwerksabstimmung, Sitzkomfort und Lichttechnik erhalten bleiben. Entwickelt werden soll das Fahrzeug laut Hersteller in Rüsselsheim, gemeinsam mit Teams aus Deutschland und China. Die Entwicklungszeit soll weniger als zwei Jahre betragen.
Der geplante Produktionsstart ab 2028 zeigt allerdings auch das Problem der Branche. Gerade im Elektroauto-Sektor entwickeln sich Technik, Ladegeschwindigkeiten und Software aktuell extrem schnell. Was heute modern wirkt, kann in zwei Jahren bereits wieder veraltet erscheinen. Entscheidend wird deshalb sein, wie flexibel Opel die Plattform bis zum Marktstart weiterentwickeln kann. Für die Marke ist das Projekt dennoch ein wichtiges Signal. Schließlich tritt Opel bereits ab der kommenden Saison offiziell in der Formel E an und positioniert sich damit deutlich stärker rund um Elektromobilität und Performance-Technologie.
Fanaticar Magazin | Fotos: Opel


