Der neue Lexus TZ erweitert ab 2027 das Elektro-Portfolio der Marke um ein großes SUV mit sechs Einzelsitzen.
Während viele Hersteller auf kompaktere Crossover oder maximal fünf Sitzplätze setzen, bringt Lexus erneut ein großes Familienfahrzeug mit Fokus auf Komfort, Platzangebot und Langstrecke auf den Markt.

Lounge-Konzept statt klassischem Familien-Van
Mit 5.100 Millimetern Länge und einem Radstand von 3.050 Millimetern positioniert sich der TZ oberhalb des Lexus RX. Im Innenraum setzt Lexus auf drei Sitzreihen mit sechs Einzelsitzen und einem klaren Lounge-Konzept. Große Glasflächen, ein durchgehendes Panoramadach und großzügige Platzverhältnisse sollen vor allem auf langen Reisen überzeugen. Selbst die dritte Reihe bietet laut Lexus ausreichend Kopf- und Beinfreiheit für Erwachsene. Genau solche großen Reisefahrzeuge werden auf dem Markt zunehmend seltener.

Bis zu 408 PS und 540 Kilometer Reichweite
Technisch bietet der TZ zwei Batterieoptionen mit 77 kWh oder 95,8 kWh. Die Reichweite liegt je nach Version bei bis zu 540 Kilometern. Angeboten werden ausschließlich Allradvarianten. Der TZ 450e leistet 313 PS (230 kW), die stärkste Version kommt auf 408 PS (300 kW) und beschleunigt in 5,2 Sekunden auf 100 km/h. Dazu kommen Features wie die virtuelle Achtgang-Schaltung „Interactive Manual Drive“, die bereits aus dem Lexus RZ bekannt ist.

Ladeleistung bleibt die größte Schwäche
Das Fahrzeug selbst wirkt dabei durchaus hochwertig und durchdacht. Gerade der Innenraum scheint klar auf entspanntes Reisen ausgelegt zu sein. Problematisch bleibt allerdings die Ladeleistung. Mit maximal 150 kW DC liegt der Lexus TZ im Premiumsegment inzwischen deutlich hinter vielen Wettbewerbern zurück. Während zahlreiche moderne Elektroautos mittlerweile Ladezeiten von rund 15 bis 20 Minuten für zehn bis 80 Prozent erreichen, spricht Lexus beim TZ noch von rund 30 Minuten. Immerhin unterstützt das SUV serienmäßig 22?kW-AC?Laden, was im Alltag und an öffentlichen AC-Säulen durchaus ein Vorteil sein kann.

Der Lexus TZ hat definitiv Potenzial. Design, Innenraum und das gesamte Fahrzeugkonzept wirken wertig und einladend für lange Strecken. Genau deshalb fällt die eher konservative Ladeleistung umso stärker auf. Sobald Lexus den Wechsel auf eine moderne 800-Volt-Architektur schafft und beim Schnellladen deutlich nachlegt, dürfte die Marke im Elektrobereich spürbar aufholen. Denn am Fahrzeug selbst scheint es diesmal nicht zu scheitern. Der Lexus TZ ist erst für 2027 angekündigt. Vielleicht hören die Japaner auf die vielen Rufe und entscheiden sich noch kurzfristig für ein technisches Upgrade. Lexus muss hier allgemein handeln, denn es sind nicht mehr nur die Chinesen, die liefern, sondern mittlerweile auch die Europäer.










Fanaticar Magazin | Fotos: Lexus









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