Mehr Strom, mehr Freiheit, mehr Reichweite abseits des Campingplatzes. Volkswagen macht den Grand California mit neuer Lithium Technik und Solaranlage deutlich autarker und trifft damit genau den Nerv vieler Reisemobilisten.
Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist, kennt das Problem. Der schönste Stellplatz liegt oft dort, wo keine Steckdose in Sicht ist. Genau hier setzt Volkswagen beim Grand California an und verpasst seinem größten Reisemobil eine technische Überarbeitung, die im Alltag tatsächlich einen Unterschied machen kann. Statt sich auf große Designexperimente zu konzentrieren sich die Entwickler auf das, was Camper wirklich schätzen. Mehr Unabhängigkeit, mehr Komfort und weniger Abhängigkeit von externer Infrastruktur.
Das Herzstück der Neuerungen ist ein optionales Energiepaket aus moderner Lithium-Eisenphosphat Technik und fest installiertem Solarpanel (104 Watt Peakleistung im Grand California 600, 174 Watt im Grand California 680) . Die neuen LiFePO?-Batterien ersetzen die klassische AGM Lösung und stellen deutlich mehr ihrer Kapazität tatsächlich zur Verfügung. Gleichzeitig laden sie schneller, verkraften wesentlich mehr Ladezyklen und gelten als langlebiger. Ergänzt wird das Ganze durch eine Solaranlage auf dem Dach, die je nach Modell unterschiedlich dimensioniert ist und während der Fahrt oder im Stand zusätzliche Energie liefert. Volkswagen spricht von knapp 40 Prozent mehr nutzbarer Kapazität. Entscheidend ist aber weniger die Zahl als der praktische Nutzen. Kühlschrank, Licht oder Ladegeräte lassen sich länger betreiben, ohne ständig den nächsten Campingplatz mit Stromanschluss suchen zu müssen.

Auch an anderer Stelle wurde nachgeschärft. Neue Fahrerassistenzsysteme wie eine serienmäßige Müdigkeitserkennung und ein optionaler Kreuzungsassistent erhöhen die Sicherheit im Alltag. Das Infotainment erhält größere Displays und zeitgemäße Online-Funktionen, während der Wohnraum mit einem neuen Bambus Dekor, zusätzlichen Ablagen und einem flexibleren Tisch wohnlicher und praktischer werden soll. Es sind keine spektakulären Änderungen, sondern genau die kleinen Verbesserungen, die man nach einigen Wochen auf Reisen tatsächlich zu schätzen weiß.
Bemerkenswert ist dabei vor allem die Richtung, die Volkswagen einschlägt. Statt den Grand California immer größer oder luxuriöser zu machen, investiert die Marke in die Autarkie. Gerade in Zeiten, in denen immer mehr Camper bewusst abgelegene Stellplätze bevorzugen, dürfte das die sinnvollere Entscheidung sein. Wer regelmäßig frei steht, erhält mit dem neuen Energiepaket einen echten Mehrwert. Wer dagegen fast ausschließlich klassische Campingplätze nutzt, wird den Unterschied vermutlich deutlich seltener bemerken.
Fanaticar Magazin | Fotos: Volkswagen



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