Volkswagen macht Schluss mit weiteren ID-Spielereien und bringt den Polo erstmals elektrisch als ID.Polo auf den Markt.
Der ID. Polo ist zugleich der Startpunkt einer neuen E-Generation und das erste Modell der ID-Familie, das wieder einen etablierten Namen trägt. Auch fahrerisch hinterlässt der neue Elektropolo bereits einen überzeugenden Eindruck. Wir waren zusammen mit Autogefühl vor Ort und konnten uns einen ersten Eindruck verschaffen.

Der neue Volkswagen ID. Polo soll ab 25.000 Euro erhältlich sein. Dieser Einstiegspreis gilt für die Basisversion mit 37 kWh (netto) großer LFP-Batterie und 85 kW (116 PS). Darüber positioniert Volkswagen weitere Varianten mit 99 kW (135 PS) und 155 kW (211 PS). Eine sportliche GTI-Version mit 166 kW (226 PS) folgt später. Die beiden stärkeren Versionen werden serienmäßig mit der größeren 52-kWh-Batterie (netto) ausgestattet, die Reichweiten von bis zu 450 Kilometern ermöglichen soll. Geladen wird je nach Batterie mit bis zu 90 kW (37 kWh) oder maximal 130 kW (52 kWh) an DC-Schnellladesäulen. Hier darf gerne noch einmal nachgeschraubt werden.
Im Gegensatz zu bisherigen ID-Modellen setzt Volkswagen beim ID. Polo wieder auf Frontantrieb. Möglich macht das der weiterentwickelte MEB+ Baukasten mit der neuen, besonders effizienten E-Maschine APP 290. Durch den kompakteren Antrieb sinken Gewicht und Bauteilaufwand, zugleich verbessert sich die Raumausnutzung. Auf trockener Straße konnte die 211-PS-Variante auf kurvigen Bergstraßen rund um Barcelona bereits eindrucksvoll überzeugen und lässt jetzt schon auf die spätere GTI-Version hoffen. Der niedrige Schwerpunkt wirkt sich dabei positiv auf das Fahrverhalten aus.

Der Frontantrieb bringt zudem einen klaren Alltagsvorteil. Der Kofferraum ist deutlich gewachsen und fasst nun 435 Liter, rund 24 Prozent mehr als beim konventionellen Polo. Bei umgeklappter Rückbank stehen bis zu 1243 Liter Ladevolumen zur Verfügung. Auch im Innenraum profitieren die Passagiere von den kompakten Antriebskomponenten, Insbesondere im Fond gibt es mehr Platz im Kniebereich. Der Kopfbereich geht als Ok durch, andererseits ist dies nunmal ein Auto der kleinen Kompaktklasse.
Technisch positioniert sich der ID. Polo ebenfalls deutlich über dem bisherigen Polo-Niveau. Der weiterentwickelte Travel Assist ermöglicht neben der assistierten Quer- und Längsführung erstmals auch einen assistierten Spurwechsel sowie eine Ampel- und Stoppschilderkennung. Hinzu kommt eine neue Batteriearchitektur mit PowerCo-Einheitszellen in Cell-to-Pack-Bauweise, die Bauraum spart, Gewicht reduziert und die Energiedichte um rund zehn Prozent erhöht. Entwickelt wurde der ID. Polo innerhalb der Brand Group Core unter Projektleitung von SEAT & CUPRA, gebaut wird er im Werk Martorell in Spanien.



Der erste Eindruck des ID. Polo fällt trotz Vorserienstatus insgesamt positiv aus. Volkswagen scheint hier vieles richtig zu machen – nicht nur technisch, sondern auch strategisch. Der ID. Polo dürfte für einen großen Teil der Kundschaft mehr als ausreichend sein und markiert einen wichtigen Schritt für Volkswagens elektrische Zukunft im Kleinwagensegment. Ein größeren Deep-Dive zum neuen ID.Polo gibt auf Autogefühl zu sehen:
Fanaticar Magazin | Fotos / Video: MarioRoman Pictures | Autogefühl



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