Als Alternative zum Acht-Gang-Doppelkupplungsgetriebe bietet Porsche ab sofort für alle 911 Carrera S und 4S aufpreisfrei eine Sieben-Gang-Handschaltung an. Sie ist grundsätzlich mit dem Sport-Chrono-Paket verknüpft und leichter.

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Ebenfalls enthalten ist das Porsche Torque Vectoring (PTV) mit variabler Antriebsmomentenverteilung durch gesteuerte Bremseingriffe an den Hinterrädern und mechanischer Hinterachs-Quersperre mit asymmetrischer Sperrwirkung. Zudem sind zum Modelljahreswechsel für die Carrera-Reihe weitere neue Ausstattungsoptionen verfügbar. Dazu gehören unter anderem das aus Panamera und Cayenne bekannte „Porsche InnoDrive“ und eine neue Smartlift-Funktion für die Vorderachse.

Mit dem Turbo S hat Porsche beim Sport-Chrono-Paket bereits die Reifentemperaturanzeige eingeführt. Bei niedriger Temperatur warnen blau gefärbte Balken vor reduzierter Haftung. Bei wärmer werdenden Reifen wechselt die Anzeige auf Blau-Weiß, um bei Betriebstemperatur in Weiß überzugehen. Dann ist das maximal mögliche Grip-Niveau erreicht. Bei Winterreifen ist das System nicht aktiv, die Balken werden ausgeblendet.

Das Sport-Chrono-Paket bietet zudem in Verbindung mit dem Schaltgetriebe eine automatische Zwischengasfunktion, die beim Runterschalten über einen automatischen Gasstoß die Motordrehzahl erhöht, um diese an die höhere Getriebedrehzahl im niedrigen Gang anzupassen und Lastwechselreaktionen zu vermindern. Dazu kommen dynamische Motorlager, der PSM-Sport-Modus und der Mode-Schalter am Lenkrad mit den Programmen Normal, Sport, Sport Plus, Wet und Individual. Ferner sind die Stoppuhr und die Porsche-Track-Precision-App mit an Bord.

Der 911 Carrera S mit Schaltgetriebe beschleunigt innerhalb von 4,2 Sekunden von null auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 308 km/h. Das DIN-Leergewicht des 911 Carrera S Coupé mit sieben Gängen beträgt 1.480 Kilogramm – 45 Kilogramm weniger als bei der Version mit PDK.

Mit dem neuen Modelljahr hält Porsche InnoDrive Einzug in die Liste der Elfer-Optionen. Das Assistenzsystem Innodrive erweitert bei den Varianten mit PDK den Funktionsumfang des Abstandsregeltempostats um eine bis zu drei Kilometer vorausschauende Geschwindigkeitsregelung. Basierend auf den Navigationsdaten werden die optimalen Beschleunigungs- und Verzögerungswerte errechnet und über den Motor, das PDK und die Bremsanlage aktiviert.

Dabei berücksichtigt der elektronische Co-Pilot Kurven, Steigungen und auf Wunsch auch zulässige Geschwindigkeiten automatisch. Der Fahrer hat dabei jederzeit die Möglichkeit, die Maximalgeschwindigkeit individuell festzulegen. Das aktuelle Verkehrsgeschehen wird durch eine Radar- und Video-Sensorik erfasst, die Regelung entsprechend angepasst. Selbst Kreisverkehre erkennt das System.

Die neue optionale Smartlift-Funktion für alle 911-Versionen ermöglicht es, den Vorderwagen an regelmäßig befahrenen Stellen automatisch um rund vier Zentimeter anheben zu lassen. Dabei speichert das System auf Knopfdruck die GPS-Koordinaten der aktuellen Position. Steuert der Fahrer die Stelle erneut an – egal aus welcher Richtung – hebt sich der Vorderwagen automatisch an.

Das mit dem 911 Turbo S eingeführte Lederpaket 930 ist auf Wunsch nun auch für die Carrera-Modelle erhältlich. Es ist eine Reminiszenz an den ersten Porsche 911 Turbo (Typ 930). Zum Ausstattungsumfang gehören unter anderem gesteppte Sitzmittelbahnen vorne und hinten sowie gesteppte Türtafeln.

Für die Coupés ist eine neue Leichtbau- und Geräuschschutzverglasung mit Verbundglas und Akustikfolie zu haben – auch in Verbindung mit Privacy-Verglasung. Sie senkt das Fahrzeuggewicht um mehr als vier Kilogramm und verbessert durch eine Minimierung von Roll- und Windgeräuschen die Innenraumakustik. Das Licht-Design-Paket erhält eine in sieben Farbtönen einstellbare Ambiente-Beleuchtung, die Außenlackierungen werden um den Farbton Pythongrün erweitert.

Fanaticar Magazin | Fotos: Porsche | Quelle: ampnet/jri