Mit dem Kia EV2 zielt Kia frontal auf das Einstiegssegment der Elektroautos. 26.600 Euro. Das ist eine Ansage. Vor allem, wenn man bedenkt, dass viele Konkurrenten in dieser Klasse derzeit deutlich über 30 000 Euro liegen. Kia versucht also genau dort zu punkten, wo Elektroautos bislang schwächeln: beim Preis.

Technisch bleibt der EV2 dabei erstaunlich ernsthaft. Zwei Batteriegrößen stehen zur Wahl. 42,2 kWh für den Alltag oder 61,0 kWh für bis zu 453 Kilometer Reichweite. Damit kratzt der kleine B-Segment-SUV an Fahrzeugen, die eigentlich eine Klasse höher spielen. Geladen wird mit bis zu 118 kW. Kein Rekordwert, aber ausreichend, um in rund 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent zu kommen. Interessanter wird es beim AC-Laden. Optional sind 22 kW möglich. Das bieten viele Wettbewerber weiterhin nicht einmal in deutlich teureren Modellen.

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Innen versucht Kia ebenfalls, größer zu wirken, als der EV2 tatsächlich ist. Panoramadisplay, digitale Instrumente, umfangreiche Assistenzsysteme und OTA-Updates gehören zum Serienumfang. Dazu verschiebbare Rücksitze, bis zu 403 Liter Kofferraum und ein Frunk unter der Haube. Alles Dinge, die man in dieser Preisklasse nicht zwingend erwarten würde.

Zusammengefasst positioniert sich der EV2 als nüchterner Preis-Leistungs-Angriff. Kein Performance-Wunder, kein Design-Exot, aber ein Elektroauto, das genau dort trifft, wo der Markt aktuell offen ist. Wenn Kia den Preis hält, dürfte der EV2 für viele Käufer deutlich interessanter sein als einige etablierte Modelle, die bislang den Einstieg in die Elektromobilität dominieren.

Fanaticar Magazin | Fotos: Kia