Eigentlich, ja eigentlich ist er ja perfekt – der Porsche 911 Turbo S. Aber so ein bissel was geht immer, dachte man sich auch beim Porsche-Veredler Techart. Und auf einmal waren da irgendwie 800 PS. Why not?

Anzeige:

Um fair zu sein, es gibt zwei Leistungskits vom auf gerade mal 87 Exemplare limitierten Racer. Die “zurückhaltende” Fraktion entfernt sich nur 60 PS vom Turbo S und muss sich somit mit gerade mal 710 PS abplagen. Das maximale Drehmoment liegt hier bei 900 Nm.

Weniger schüchtern gibt sich das dicke Power-Kit. Das offenbart nämlich stramme 950 Nm an Drehmoment. 800 Pferde lassen den Schwaben brutal nach vorne sprinten und finden erst jenseits der 350 km/h ihren Frieden. Eine Sphäre auf Augenhöhe mit Supersportwagen wie dem McLaren 765 LT.

Ganz so leicht wie der Brite ist gepimpte 911 Turbo S dann leider doch nicht. Trotz großzügigen Einsatzes von Kohlefaser stieg das Gewicht aufgrund der teils radikalen Änderungen sogar um ein paar Kilogramm. Der Einsatz wird dafür mit einer grandiosen Trackperformance belohnt. Zumindest hört man das so von den Kollegen. Eine Fahrt im staugeplagten Hamburg (Danke, Herr Bürgermeister) offenbart nur, dass die Alltagstauglichkeit des regulären Porsche 911 Turbo S erhalten geblieben ist.

Der Einkauf im Supermarkt ist nach wie vor möglich und ein kommoder Sonntagsausflug mit Mutti ist auch drin, auch wenn man sie wohl erstmal aus den tiefen Sitzen wieder rauspulen muss. Denn je nach Konfiguration geht es dank Gewindefahrwerk bis zu 25 Millimeter in die Tiefe. Ausnahmsweise schien mal die Sonne. Hamburger Schietwetter wäre trotz Allrad nicht gerade der beste Freund der Michelin Pilot Sport Cup 2 Bereifung in den Dimensionen 20 Zoll vorne und 21 Zoll hinten gewesen.

Bei der Verarbeitung gibt es bei Techart wieder mal keine Kompromisse. Alles ist sauber verarbeitet, zigfach getestet und Tüv-zertifiziert. Das ist nach wie vor keine Selbstverständlichkeit in dem Segment. Die Garantie bleibt nach wie vor erhalten.

Um das Ganze im Idealfall auch optimal auf den Rennasphalt zu drücken, sorgt das pompöse Flügelwerk für ein deutliches Plus an Abtrieb an der Hinterachse. Auch an der Vorderachse konnte der Auftrieb um gut 45 Prozent gesenkt werden. Dennoch Front und Heckspoiler aus dem Original nach wie vor variabel erhalten geblieben.

Beim Innenraum trumpft Techart nochmal ganz mächtig auf, schließlich haben sie einen Ruf als Manufaktur zu bewahren. Sitze, Lenkrad, Mittelkonsole, Türverkleidungen – nichts was die Jungs aus Leonberg nicht nochmal optimieren beziehungsweise individualisieren können. Und nicht einmal kommt der Eindruck auf, hier in einer billigen Tuning-Bude zu sitzen. So muss das!

Haben wollen? Kein Problem. Die Überweisung fällt dann in etwa so aus. Porsche 911 Turbo S Coupe (Basispreis 221.782,00 Euro) plus GT Street R Kit (ab 73.000,00 Euro). Womit wir uns in der Preisliga von Ferrari und McLaren bewegen – nur sind die nicht ganz so exklusiv wie dieses Kraftpaket. Erwerben kann man in unter anderem in Hamburg bei David – Finest Sports Cars.

2021 Techart GT Street R (Basis Porsche 911 Turbo S)  | MarioRoman Pictutres
2021 Techart GT Street R (Basis Porsche 911 Turbo S)  | MarioRoman Pictutres
2021 Techart GT Street R (Basis Porsche 911 Turbo S)  | MarioRoman Pictutres
2021 Techart GT Street R (Basis Porsche 911 Turbo S)  | MarioRoman Pictutres
2021 Techart GT Street R (Basis Porsche 911 Turbo S)  | MarioRoman Pictutres
2021 Techart GT Street R (Basis Porsche 911 Turbo S)  | MarioRoman Pictutres
2021 Techart GT Street R (Basis Porsche 911 Turbo S)  | MarioRoman Pictutres
2021 Techart GT Street R (Basis Porsche 911 Turbo S)  | MarioRoman Pictutres
2021 Techart GT Street R (Basis Porsche 911 Turbo S)  | MarioRoman Pictutres
2021 Techart GT Street R (Basis Porsche 911 Turbo S)  | MarioRoman Pictutres
2021 Techart GT Street R (Basis Porsche 911 Turbo S)  | MarioRoman Pictutres

Fanaticar Magazin | Fotos: marioroman pictures