VW frischt den ID.3 auf. Neben einem neuen System, gibt es einen neuen Basismotor und mehr Komfort. Die Modellüberarbeitung hört künftig auf den Namen ID.3 Neo.
Warum, wieso, weshalb die Wolfsburger das „Neo“ drangesetzt haben, wird wohl nur die Marketingabteilung verraten können. Vielleicht soll der kompakte Hecktriebler damit einen Hauch von Matrix verstrahlen. Whatever. Nachdem der Plattformbruder Cupra Born bereits vorgestellt wurde, erwarten uns keine großen Überraschungen.
Der ID.3 Neo bringt ein deutlich überarbeitetes digitales System mit. Dazu gehört das neue Infotainment „Innovision“ mit integriertem App-Store, über den Audio-, Video-, Lade- oder Parking-Apps direkt ins Fahrzeug geladen werden können. Ergänzt wird das System durch einen optionalen digitalen Fahrzeugschlüssel, der Zugang und Start über Smartphone oder Smartwatch ermöglicht. Und weil Wolfsburg offenbar gemerkt hat, dass Menschen echte Knöpfe mögen, kehren zum Teil wieder Drucktasten zurück. Wobei zurücktrifft es nicht richtig, denn der ID.3 war direkt vom Start einer, der sich gern betouchen ließ.
Auch technisch wird nachgelegt. Der weiterentwickelte Travel Assist erkennt nun Ampeln, und das sogenannte One-Pedal-Driving ermöglicht es, das Fahrzeug allein über Rekuperation bis zum Stillstand abzubremsen. Eine Funktion, die lange gefordert wurde, aber bis zu diesem Zeitpunkt von VW als unnötig verworfen wurde. Gleichzeitig führt Volkswagen die Funktion Vehicle-to-Load ein. Damit lassen sich externe Geräte wie E-Bikes, Kaffeemaschinen oder sogar ein Elektrogrill mit bis zu 3,6 kW direkt aus der Hochvoltbatterie betreiben.

Parallel erhalten die Einstiegsvarianten von ID.4 und ID.5 einen neuen APP 350 Elektromotor mit 140 kW (190 PS). In Verbindung mit einer 58-kWh-LFP-Batterie soll dies nicht nur das Drehmoment erhöhen, sondern auch die Effizienz verbessern. Im ID.4 bedeutet das laut Hersteller bis zu 40 Kilometer mehr WLTP-Reichweite. Kurz gesagt: Mehr Software, mehr Funktionen und ein neuer Name. Ob der id.3 Neo damit wirklich das Elektro-Image von Volkswagen neu startet, wird sich allerdings erst zeigen, wenn er tatsächlich auf der Straße ist. Insgesamt ist es aber schön zu sehen, dass Volkswagen offensichtlich und endlich wieder auf seine Kunden hört.
Optisch wird man es wohl wie bei Cupra bei einigen Korrekturen an Front, Heck und Felgen belassen. Die Weltpremiere des elektrischen Kompaktmodells ist für Mitte April angekündigt. Gleichzeitig erhalten auch ID.4, ID.5 und ID.7 (Fahrbericht) eine neue Softwaregeneration mit erweiterten Funktionen.
Fanaticar Magazin | Fotos: Volkswagen



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