Ford bringt den Explorer vollelektrisch in Europa auf den Markt. Dabei teilt er sich die Plattform mit Volkswagen.

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Derzeit haben wir den aktuellen Ford Explorer PHEV in unserer Testgarage und sind tatsächlich etwas verwirrt. Denn in Nordamerika steht der Explorer mit einer Länge von über fünf Metern für kompromisslosen Platz für bis zu sieben Personen oder ein gigantisches Ladevolumen. Tatsächlich scheint Ford in Europa einen ähnlichen Weg wie Toyota mit dem Land Cruiser zu gehen, der eigentlich keine kleinere Variante ist, sondern anders konzipiert. Aber der Name ist es, der das Fahrzeug attraktiv macht. Sei es drum.

Ford Electric Explorer | Fanaticar Magazin

Kompakter SUV unterhalb des Mustang Mach-E

Der Elektro-Explorer ist knapp 4,50 Meter lang und hat im Gegensatz zum Original nur fünf Sitze. Damit ist er von der Länge unterhalb des Mustang Mach-E angesiedelt. Somit entfernt sich der Europa-Explorer deutlich vom Original. Das spiegelt sich auch im Preis wider. Laut Ford wird der Einstieg in die Explorer-Welt bei weniger als 45.000 Euro beginnen.

Bei der Optik versucht man, sich so weit wie möglich von Volkswagen zu entfernen, und man kann sagen, dass dies gelungen ist. Der Innenraum wirkt auf den ersten Blick sehr aufgeräumt und sauber verarbeitet. Ein besonderes Highlight ist hierbei der imposante 14,6-Zoll-Touchscreen, der sich variabel verstellen lässt. Es gibt ein verstecktes, verschließbares Fach und die sogenannte Mega-Console in der Mittelkonsole bietet bis zu 17 Litern Volumen. Beim Kofferraum gibt es regulär 450 Liter Platz, umgeklappt sollten deutlich über 1000 Liter drin sein.

Technisch versorgt Ford den Kunden mit allem, was derzeit möglich ist. Für Sicherheit und Komfort sorgen unter anderem zwölf Ultraschallsensoren, fünf Kameras und drei Radargeräte. Die Matrix-LED-Scheinwerfer sind nur in der aufpreispflichtigen Variante erhältlich, die zudem über ein Panoramadach und eine elektrische Heckklappe verfügt.

Ford Electric Explorer | Fanaticar Magazin

Von 10 auf 80 % in rund 25 Minuten

Drei Antriebe sind angekündigt. Der Einstieg erfolgt mit 170 PS/125 kW, danach folgt eine 286 PS/210 kW starke Variante. Beide Versionen kommen mit Heckantrieb. Nur das Topmodell ist mit Allradantrieb ausgestattet, muss dafür aber auch 340 elektrische Pferdestärken im Zaum halten.

Beim Laden holt Ford alles aus der veralteten 400-Volt-Technologie von Volkswagen heraus. Vorausgesetzt, es gibt einen entsprechenden Schnelllader, pumpt der Strom mit bis zu 170 kW in die Batterien. Zwischen 10 und 80 % soll das Laden so gerade mal 25 Minuten dauern, genug Zeit für eine Tasse Kaffee. Eine optionale Wärmepumpe sorgt für noch mehr Reichweite. Der Ford Explorer ist wahlweise mit einem kleinen 58-kWh-Speicher oder einem 77-kWh-Speicher erhältlich. Letzterer soll den Ford Explorer über 500 Kilometer weit bringen können.

Ford Explorer: Erste Auslieferungen im Oktober 2023

Der neue Ford Explorer dürfte seine Fans finden. Die kompakten Maße orientieren sich an bereits etablierten Bestsellern wie den Volvo XC40 und das variable Mittelkonsolenkonzept weiß zu begeistern. Tatsächlich möchte man fast sagen, dass Ford hier den besseren Volkswagen auf die Pneus gestellt hat, aber das werden wir hoffentlich demnächst selbst erfahren. 

Fanaticar Magazin | Fotos: Ford