Der Polestar 2 erfreut sich vom Start weg höchster Beliebtheit. Dabei ist er so modern, dass eigentlich nur noch via OTA Update auf dem neusten Stand gehalten werden kann. Doch für das MY24 war dann doch ein radikalerer Schnitt notwendig.

Denn der Polestar 2 surrt ab sofort in den Basisvarianten mit Hinterrad- statt Frontantrieb umher, während die Dual Motor Varianten weiterhin auf Allrad setzen. Damit wird der Schweden-Chinese nicht nur dynamischer, er trotzt somit auch dem satten Drehmoment von 490 Nm, welches E-typisch sofort ansteht.

Anzeige:
Polestar 2 MY2024 | Fanaticar Magazin / MarioRoman Pictures

Tatsächlich gab es aber auch bei der Allradvariante eine Optimierung zugunsten der Hinterachse. Alle Varianten fühlen sich dementsprechend deutlich agiler an und können mit bis zu 205 km/h über die Autobahn fliegen. Die Leistungsspanne reicht dabei von 272 bis 476 PS.

Ebenso gibt es größere Batterien, die laut Polestar für eine größere Reichweite von bis zu 655 Kilometer laut WLTP sorgen. Dazu sorgt die optimierte Software für einen optimierten Verbrauch von bis zu 9 Prozent. Käufer der Long Range Variante profitieren von der gesteigerten Ladegeschwindigkeit von 205 kW an einem entsprechenden Schnelllader.

Wer sich hingegen für den Standard Range Single Motor mit 272 PS (200 kW) entscheidet, muss mit gerade mal 135 kW am Schnelllader auskommen. Die AC Geschwindigkeit ist bei allen Modellen jeweils mit 11 kW angegeben. Optisch verabschiedet sich Polestar vom Kühlergrill-Look, ansonsten bleibt alles beim Alten. Preislich geht es ab 50.775 Euro los.

2023 Polestar 2 Perfomance | MarioRoman Pictures

Unsere erste Testfahrt rund um Hamburg fiel nicht sehr groß aus, aber es war mehr als ausreichend, um die Unterschiede spürbar wahrzunehmen. Wir haben uns direkt den 300 PS starken Polestar 2 mit Long Range Batterie und reinem Heckantrieb geschnappt. Und tatsächlich fühlt sich die neue Antriebsform an, als wäre der Polestar 2 von einer großen Last befreit worden. So frech durfte zuvor kein Polestar ums Eck ledern. Die Wiedergeburt als Hecktriebler tut der Marke verdammt gut. Und ja, wir haben es versucht, aber Polestar verweigert die komplette Deaktivierung des ESP. Kreise ziehen fällt also aus.

Fazit: Polestar hat auf seine Kunden gehört und die nötigen Anpassungen schnell umgesetzt. Ob nun Reichweite, Ladegeschwindigkeit, Performance oder Dynamik – der neue Polestar 2 ist in allen Belangen besser geworden.  Die junge, kleine Marke zeigt somit den alten Hasen, wie es richtig geht. Die Zeiten, in der es möglich, war dem, Kunden arrogant alles vorzusetzen, sind vorbei. Dementsprechend ist es nicht verwunderlich, dass Marken wie Polestar in dieser Zeit aufblühen.

Fanaticar Magazin | Fotos: MarioRoman Pictures