Der Xpeng GX startet in China als Fullsize-SUV mit klarer Ausrichtung auf Modelle wie den Range Rover LWB. Mit bis zu 1585 Kilometer Reichweite und einem Einstiegspreis von 399.800 Yuan (ca. 51.000 Euro) dürfte das gerade den Engländern ordentlich Magenschmerzen bereiten.
Xpeng positioniert den GX als technologisches Spitzenmodell auf Basis der SEPA 3.0 Plattform. Angeboten werden zwei Varianten. Eine rein elektrische Version mit Allrad und bis zu 750 Kilometer Reichweite. Ergänzt wird das Angebot durch eine Range-Extender-Version mit 430 Kilometer elektrischer Reichweite und bis zu 1585 Kilometer kombiniert. Gerade diese Kombination dürfte in China eine zentrale Rolle spielen.
Xpeng hat in Europa unter anderem mit dem neuen G9 bereits bis zu 525 kW und mit dem G6 bis zu 451 kW (Fahrbericht) Ladegeschwindigkeit im Programm. Der Xpeng GX steht dem selbstverständlich in nichts nach und lädt als REX-Variante mit bis zu 301 KW und als reine Elektro-Variante mit bis zu 525 kW und 110 kW Batterie. Laut Hersteller geht es damit in unter 12 Minuten von 10 auf 80 Prozent.
Die Rev-Variante bringt es auf 503 PS, die Elektro-Version sogar auf 585 PS, maximal sind bis zu 200 km/h drin. Beim Drehmoment trumpfen beide mit 695 Nm auf. Die Rex-Variante muss wegen des zusätzlichen Motors auf den 109 Liter großen Frunk verzichten.

3000 TOPS und Level-4-Ambitionen
Auch technisch fährt der Xpeng GX klar in der Oberklasse. Bis zu 3000 TOPS Rechenleistung für Assistenzsysteme, ausgelegt auf zukünftige Level-4-Funktionen. Nur zur Einordnung: Systeme wie bei Tesla bewegen sich aktuell auf Level 2, während Mercedes und BMW erste Level-3-Anwendungen unter bestimmten Bedingungen anbieten. Level 4 bedeutet dabei hochautomatisiertes Fahren ohne permanente Fahrerüberwachung in definierten Bereichen, während Level 5 als vollständig autonom gilt und komplett ohne Fahrer auskommt.
Dazu ein umfassendes Sicherheitskonzept mit redundanten Systemen für Lenkung, Bremse und Antrieb sowie ein Notfall-Assistent. Ergänzt wird das Ganze durch ein Steer-by-Wire System von Bosch sowie Hinterachslenkung.

Abmessungen und Positionierung
Die Proportionen des Xpeng GX sprechen eine klare Sprache. 5265 mm Länge bei 3115 mm Radstand, lange Silhouette und Fokus auf maximalem Innenraum. Das erinnert stark an etablierte Luxus-SUVs aus Großbritannien. Aber auch Mercedes-Benz und BMW dürften hier genauer hinschauen. Genau hier entsteht ein spannender Wettbewerb. Während der vollelektrische Range Rover zuletzt verschoben wurde, bringt Xpeng bereits ein fertiges Konzept auf die Straße.
Beim Innenraum setzt der Xpeng GX auf ein klares Raumkonzept. Sechs Sitze, vollständig elektrisch verstellbar, inklusive Liegefunktion bis in die dritte Reihe. Ergänzt wird das durch Features wie einen integrierten Kühlschrank, dimmbare Scheiben und ein großes 21.4 Zoll Display.

Europa-Start und Preisfrage
Der Marktstart in Europa bleibt offen. Preislich würde sich der Xpeng GX deutlich oberhalb des G9 positionieren, der hier bei rund 60.000 Euro beginnt. Eine realistische Einordnung dürfte den GX eher im Bereich von 80.000 bis 90.000 Euro sehen. Hinzu kommt, dass eine mögliche Europa-Version voraussichtlich nur als reines Elektrofahrzeug angeboten würde. Der Range Extender, der in China ein zentraler Bestandteil ist, wäre hier aktuell eher unwahrscheinlich. Viele offene Fragen also. Ein spannendes Szenario bleibt es dennoch.












Fanaticar Magazin | Fotos: Xpeng








Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.