Mit dem neuen BMW M2 Competition gibt es wieder einmal die pure Freude am Fahren. Und es stellt sich die Frage: Braucht es da überhaupt noch den M4?
Es war einmal ein 1er-M-Coupé (Fahrbericht) welches Fans der dynamischen, spaßigen Kurvenfahrt geradezu ins Verzücken brachte. Dieser Spaß war leider nur kurz, aber BMW wusste um den Durst der Fangemeinde und es folgte wenig überraschend der Nachfolger in Form des BMW M2. Schnittiger, eleganter und so frech wie schon lange kein BMW mehr. Der BMW M2 Competition als neue Basis darf von allem noch ein wenig mehr sein.
Mehr Leistung: 410 PS im BMW M2 Competition (F87)
Regulär mit ohnehin schon potenten 370 Pferden bestückt gewesen, wurden dem grandios klingenden Dreiliter-Turbo-Reihensechser nunmehr 410 PS verpasst. Wir beschweren uns da nicht, denn mehr geht immer. 550 Nm an maximalem Drehmoment werden konsequent auf die Hinterachse transferiert, deren 19-Zoll-Pneus dies in einem 4,2-Sekunden-Sprint (DKG) von 0 auf 100 km/h umsetzen. Schluss ist erst bei 250 beziehungsweise 280 km/h, wenn das optionale M?Drivers-Drivers-Package dazu geordert wird.

Einmal in den griffigen, mit M-Logo beleuchteten Sportsitzen Platz genommen, ist auch schon direkt das typische BMW-Feeling präsent. Alles wirkt durchdacht und aufs Nötigste reduziert. Zudem darf BMW sich bis heute das Siegel des mit Abstand intuitivsten Systems anpinnen, während Mercedes sich immer weiter in schludriger Protz-Technik verheddert.
Ein Druck auf den roten Startknopf lässt den, bedingt durch die neuen Abgasregelungen leider leiseren, aber immer noch präsenten, Reihensechser erwachen. Wer will, kann sich seine persönlichen Fahrprogramme auf dem Lenkrad einprogrammieren. Hier reicht die Spanne zwischen komfortabler Fahrt mit Omi und tracklastig für maximale Fahrfreude.



BMW M2 Competition vs BMW M4 – wer macht mehr Spaß?
Und ja, letzteres kann der BMW M2 Competition wie aus dem Effeff. Im Gegensatz zum Präzisionskapell BMW M4 (Fahrbericht) ist der M2 ein echtes Spielkind. Daran merkt man, wie versiert die Jungs bei BMW nach wie vor in der Fahrwerkstechnik sind: M2 als auch M4 basieren auf der gleichen Plattform. Wer verbissen die letzte Millisekunde mehr an Rundenzeit herausprügeln will, greift auf den M4 zu – grinsen wird am Ende aber schlussendlich immer der Fahrer des M2.
Denn der BMW M2 ist, ähnlich wie der Porsche Boxster/Cayman, so programmiert, dass er dem Fahrer das Gefühl vermittelt, ein kleiner Frechdachs zu sein. Immer ein wenig auf der Zinne, immer ein wenig am Wedeln, aber am Ende doch fromm genug, um sich mit geübter Hand wieder einfangen zu lassen. Das Fahrgefühl beim M2 macht einen perfekten Spagat zwischen Nostalgie und Moderne. Und genau das macht ihn so herrlich. Man steigt ein, und will ihn nie wieder verlassen, weil man nicht weiß, wie lange Spaßgefährten dieser Art noch auf dieser Erde driften dürfen.

Technische Daten: BMW M2 vs BMW M2 Competition (F87)
| Modell | BMW M2 (F87) | BMW M2 Competition (F87) |
|---|---|---|
| Motor | 3.0L R6 Turbo (N55) | 3.0L R6 Biturbo (S55) |
| Leistung | 370 PS | 410 PS |
| Drehmoment | 465 Nm (500 Nm Overboost) | 550 Nm |
| 0–100 km/h | 4,5 s (HS) / 4,3 s (DKG) | 4,4 s (HS) / 4,2 s (DKG) |
| Vmax | 250 km/h | 250 km/h (280 km/h mit M Driver’s Package) |
| Getriebe | 6-Gang / 7-Gang DKG | 6-Gang / 7-Gang DKG |
| Antrieb | Hinterrad | Hinterrad |
| Bauzeit | 2016–2018 | 2018–2021 |







Fanaticar Magazin | Fotos: MarioRomanPictures | Text: MarioRoman Pictures










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